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Menschlich, integer, verlässlich

14.05.2012 | von Harald Dubyk
Christoph Arnegger offiziell verabschiedet aus der Suchthilfe
Ein guter Draht zum Kostenträger (v.l.): Dr. Ursula Fennen, Geschäftsführerin der Suchthilfe der Zieglerschen, Christoph Arnegger, Dietmar Renn (DRV), Rolf Baumann und Prof. Dr. Harald Rau (Vorstände der Zieglerschen).

13 Jahre hat Christoph Arnegger als kaufmännischer Geschäftsführer die Suchthilfe der Zieglerschen geprägt. Seit 1. April ist der 47-Jährige nun in gleicher Funktion für die Behindertenhilfe der Zieglerschen tätig. Zum offiziellen Abschied aus der Suchthilfe in einer kleinen Feierstunde gab es viel Lob. Vor allem seine Integrität als Mensch und Vorgesetzter hoben viele hervor.

Integrität - diese Begriff fiel in den zurückliegenden Wochen häufig, wenn man Mitarbeiter und Partner zu einer Beschreibung von Christoph Arnegger befragt. Die Fähigkeit, auf Menschen zu zugehen, sie ernst zunehmen, dies hob auch der kaufmännische Vorstand der Zieglerschen, Rolf Baumann, bei der offiziellen Verabschiedung von Christoph Arnegger aus der Suchthilfe der Zieglerschen hervor: „Bei schwierigen Verhandlungen ist es Ihnen immer wieder gelungen, das Eis zu brechen." Baumann zitierte aus der Personalakte Arnegger, in der er nur positives früherer Arbeitgeber vorfand. Ähnlich sah es Dr. Ursula Fennen, Geschäftsführerkollegin in der Suchthilfe der Zieglerschen: „Sie besitzen die Fähigkeit, zu vermitteln und zu verbinden."
Vier fachliche Kollegen in der Geschäftsführung hatte Christoph Arnegger seit 1999 kommen sehen. Er stand in dieser Zeit für Verlässlichkeit, Kontinuität und prägte die fachliche wie gesellschaftspolitische Debatte in der Suchthilfe - weit über die Grenzen Oberschwabens hinaus. Unter Arnegger wurden die Tagesrehabilitationen in Ravensburg, Ulm und Reutlingen eröffnet, 2007 die damalige Fachklinik Hohenrodt im Landkreis Biberach übernommen, der Neubau der Fachklinik Höchsten in Bad Saulgau realisiert, die Modernisierung der Fachklinik Ringgenhof in Wilhelmsdorf voran getrieben und die Verlagerung von 30 Therapieplätzen vom Rehabilitationszentrum am Bussen im Landkreis Biberach nach Wilhelmsdorf im März 2012 abgeschlossen. Dass es nicht nur sonnige Seiten gab, zeigte sich in der Schließung der Tagesrehabilitation Reutlingen Anfang 2010 oder eben in der Aufgabe des Rehabilitationszentrums am Bussen im Landkreis Biberach 2011/2012.
Christoph Arnegger war laut Satzung zweiter Vorsitzender des Förderkreises Suchthilfe der Zieglerschen. Wehmut und höchstes Lob äußerte der langjährige Vorsitzende des Förderkreises, Franz Mayer: „Auch wenn unsere Meinungen manchmal weit auseinander gegangen sind, Herr Arnegger hat in einem Satz das Problem beschrieben und in einem weiteren Satz einen Lösungsvorschlag gemacht, dem wir in den meisten Fällen nur noch zustimmen konnten. Diese Art der Analyse und das Finden von Kompromisslösungen wird uns fehlen, ebenso Ihre hohe Wertschätzung unserer Arbeit und dem Einzelnen gegenüber."
Und der Geehrte selbst? Christoph Arnegger bedankte sich bei allen und brachte zum Abschied ein Geschenk mit, das, und das ist ihm stets ein großes Anliegen gewesen, den guten Kontakt zum federführenden Kostenträger, der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, symbolisieren sollte: Ein Draht, am einen Ende das Logo der Zieglerschen befestigt, am anderen Ende das der Rentenversicherung. Einen direkten Draht, so Arnegger, wünsche er beiden in Zukunft weiterhin und überreichte es Dietmar Renn, Abteilungsleiter Sucht bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg.