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Neubau bietet Raum für moderne Reha

27.06.2012 | von Harald Dubyk
Eröffnung Haus Saar auf dem Ringgenhof
Ein guter Draht zum Kostenträger (v.l.): Dr. Ursula Fennen, Geschäftsführerin der Suchthilfe der Zieglerschen, Christoph Arnegger, Dietmar Renn (DRV), Rolf Baumann und Prof. Dr. Harald Rau (Vorständer der Zieglerschen).

Die Suchthilfe der Zieglerschen geht neue Wege. Mit dem Erweiterungsbau von Haus Saar in der Fachklinik Ringgenhof in Wilhelmsdorf können in Zukunft bis zu 45 Drogenpatienten in der Klinik behandelt werden. Mit dem neuen Gebäude erfüllt die Suchthilfe der Zieglerschen die baulichen Strukturanforderungen der Deutschen Rentenversicherung an einer moderne und zeitgemäße Rehaklinik. Am 9. Mai wurde das Gebäude nun feierlich seiner Bestimmung übergeben.

„Sie sind uns ausdrücklich willkommen. Der Ringgenhof gehört zu Wilhelmsdorf", sagte Bürgermeister Dr. Hans Gerstlauer den rund hundert Gästen, die zur Einweihung von Haus Saar gekommen waren. Damit drückte Gerstlauer nochmals die Verbundenheit der Gemeinde Wilhelmsdorf mit den Zieglerschen und speziell mit der Fachklinik Ringgenhof aus, die seit Mitte der 60er Jahre abhängigkeitserkrankte Männer behandelt. Mit dem Erweiterungsbau und der inzwischen abgeschlossenen Verlagerung von 30 Therapieplätzen des ehemaligen Rehabilitationszentrums am Bussen im Landkreis Biberach an den Standort Wilhelmsdorf werden nun in Wilhelmsdorf bis zu 172 abhängigkeitserkrankte Männer im Rahmen einer medizinischen Rehabilitation behandelt.
Mit dem Erweiterungsbau von Haus Saar, der mit dem Altbau die Abteilung Drogen beheimatet, bietet die Klinik in diesem Bereich 45 Therapieplätze an. Durch den Neubau kann nun fast jedem Patienten ein Einzelzimmer während seines mehrmonatigen Rehaaufenthaltes angeboten werden. Damit erfüllt die Klinik die Strukturanforderungen, die die Deutschen Rentenversicherung als Hauptbeleger an stationäre Rehakliniken stellt. Mit dem nun erweiterten Haus Saar arbeitet eine der modernsten Drogenabteilungen im Land. Dietmar Renn, zuständiger Abteilungsleiter bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, lobte die Suchthilfe der Zieglerschen: „Bauen heißt Fortschritt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass es hier bei den Zieglerschen weitergeht!"
Wohlwollende Worte kamen auch aus dem baden-württembergischen Sozialministerium. „Wir gratulieren Ihnen und allen Unterstützern und Förderern ganz herzlich, dass Sie die Suchtkrankenhilfe mit dem heute eingeweihten Erweiterungsbau qualitativ und quantitativ noch weiter ausbauen", teilte Dr. Thilo Walker, Referatsleiter Psychiatrie und Sucht, via Grußbotschaft mit. „Sie haben ungezählte Männer und Frauen aus der „Sackgasse Sucht" heraus und auf neuen, suchtfreien Wegen zurück ins Leben und in unsere Gesellschaft geführt. Zahllose Patientinnen und Patienten wurden hier aufgefangen. Wir danken den Verantwortlichen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihrer Einrichtung für ihr beständig hohes Enga¬gement. Ihrer Arbeit in dem neuen und modernen Erweiterungsbau wünschen wir viel Erfolg!"
„Der Neubau bedeutet für uns ein Meilenstein in unserer täglichen Arbeit", sagte Thomas Greitzke, Therapeutischer Leiter der Fachklinik Ringgenhof. Ihm war die Erleichterung nach den Monaten des Planens, Bauens und der rechtzeitigen Fertigstellung des Baus anzusehen.
Der Erweiterungsbau wurde innerhalb von neun Monaten von der Firma Reisch aus Bad Saulgau als Generalunternehmer, gemeinsam mit heimischen Handwerkern, realisiert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 2,4 Millionen Euro. Im Neubau befinden sich 29 Einzelzimmer für Patienten, zwei Gruppenräume, ein Aufenthaltsbereich und vier Büro für Therapeuten.