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Zauberwürfelfieber erreicht seinen Höhepunkt

26.09.2012 | von Sonja Friedel und Ronald Albrecht
Wettbewerb beim Cuben
entspannte Konzentration beim neuen Hobby

Seit vielen Jahren sind die Jugendlichen der Außenwohngruppe 1 des Martinshaus Kleintobel im Zauberwürfelfieber.

Riesig war die Begeisterung der Schüler als Linus Fresz seinen Besuch ankündigte, versprach es doch eine ganz spezielle Übungseinheit mit einem professionellen Speedcuber. Der erst 16 jährige Linus Fresz ist berühmt für seine Erfahrung bei internationalen Wettkämpfen und war der Organisator der „Baden-Württemberg Open 2012", die Speedcube Meisterschaft des Landes.

Die Begeisterung für Zauberwürfel in der Wohngruppe des Martinshaus Kleintobel ist nicht mehr zu stoppen. Stundenlang beschäftigen sich die Jugendlichen im Alter von 11-17 Jahren mit dem lösen dieses höchstkomplizierten Rätsel, zeigen Beharrlichkeit und Ausdauer. Gruppenleiter Ronald Albrecht brachte im Jahr 2008 sein Hobby den Jugendlichen bei. „Cuben ist gelebte Mathematik, denn das Lösen der Cubes ist keine Glückssache, sondern immer das Ergebnis von der Anwendung klarer Algorithmen, -Regeln und Konzentrationsfähigkeit", so Albrecht.

Als bei den Jugendlichen bekannt wurde, dass Linus Fresz zu Besuch kommt, hat der Denksport einen weiteren Schub erfahren. Zu Beginn der Leidenschaft lag die Herausforderung in der Bewältigung des 3x3x3 Würfels. Doch das war noch nicht genug, die Jugendlichen wollten ihr Können erweitern und blieben „dran". Viele Übungsstunden der Kinder und Jugendlichen wurden in die Bearbeitung der Großwürfel 4x4x4 bis hin zum 11x11x11 gesteckt. Einige Bewohner der Wohngruppe meistern diese Aufgaben mittlerweile souverän.

Der Speedcuber Linus Fresz verbrachte einen ganzen Tag mit den Jugendlichen. Er zeigte ihnen weitere Tricks, erklärte Regeln und Algorithmen, sodass mittlerweile im Martinshaus Zeiten von unter 40 Sekunden beim Cuben des 3x3x3 Würfels erreicht werden. Linus Fresz war sehr stolz auf seine lernfreudigen Schüler. Auch der erfahrener Speedcuber musste sein Können unter Beweiß stellen, die Jugendlichen staunten nicht schlecht, denn Linus erreichte beim Lösen des 3x3x3 eine Zeit von unter 10 Sekunden - dies bedeutet ca. 4 Drehungen pro Sekunde. „Diese Art von Cuben hat richtig Spaß gemacht, wir konnten von Linus viel Neues dazu lernen", so Lukas, ein Cubebegeisterter Jugendlicher.

Das „Klackern" der Würfel ist seit dem Besuch von Linus Fresz viele Stunden am Tag zu hören. „Die Kinder und Jugendlichen lernen durch ihr Hobby für ihr Leben. Nur durch die Übung und Beharrlichkeit, mit der sie bei der Sache sind, verbessern sie ihre Leistung. Der Übertrag dieser Erkenntnis auf das eigene Leben geschieht beinahe spielerisch", so Albrecht. Zudem fördert die gemeinsame Leidenschaft der jungen Menschen das Zusammenleben in der Außenwohngruppe ungemein und so sitzen die Jugendlichen und Erzieher untrennbar beim Rätseln beisammen.