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Schule auf neuen Pfaden

19.02.2014 | von Katharina Stohr

Wenn es um die Suche nach innovativen und unterstützenden Pfaden für junge Menschen geht, mischt das Martinshaus Kleintobel in Berg gerne vorne mit.

Die Schule für Erziehungshilfe der Jugendhilfe der Zieglerschen hat seit diesem Schuljahr zusätzlich zum Bildungsgang Realschule zwei Gymnasialklassen installiert.
Ausschlag genug für die Verantwortlichen, um dem landläufigen Trend neuer Unterrichtsformen nachzugehen. Herausgekommen ist dabei ein Individueller Unterricht, der derzeit in vier Klassen erprobt wird. Statt Frontalunterricht an der Tafel zu erleben, können die Schüler in den Fächern Mathe und Deutsch selbst entscheiden, welche Inhalte sie zu welchem Zeitpunkt lernen.

Meist mit einem Rucksack voller Probleme nach Kleintobel gekommen, motiviert gerade dieses eigenverantwortliche Lernen viele der jungen Menschen dazu, richtig auf das Lernpedal zu drücken. Einige Schüler kommen dadurch sogar schneller voran als im gewohnten Unterricht.

Maßgebend für diese neue Unterrichtsform sind sogenannte Kompetenzraster, die sich an Bildungsstandards ausrichten und vorgeben, was die Schüler im jeweiligen Fach lernen könnten. Begleitet und gefördert werden sie dabei von ihren Lehrern, die ihnen gleichzeitig vermitteln, wie sie ihr Lernen selbst steuern und verantworten können.