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Kleintobel-Cup der Erziehungshilfeschule feiert 10jähriges Jubiläum

04.08.2015 | von Katharina Stohr
Kleintobel-Cup 2015
Viel Freude beim Kleintobel-Cup 2015 Bild: Katharina Stohr

Fußball sprengt Grenzen: Seit 10 Jahren verbindet der Kleintobel-Cup Jugendliche und Kinder unterschiedlicher Schularten miteinander. Im Jubiläumsjahr jagten jüngst 13 Mannschaften aus sieben Schulen der Region gemeinsam übers Spielfeld des Martinshaus' Kleintobel, der Jugendhilfe der Zieglerschen. Am Ende strahlten die Sieger und Beteiligten mit der brütenden Sonne um die Wette.

Eduard, 14, spielt schon zum dritten Mal mit. „Ich finde es super und eine nette Idee, andere Schulen einzuladen und einen Fußball-Cup zu machen." Er besucht eine der neuen Gymnasialklassen im Martinshaus und sieht das Turnier als Chance, unterschiedliche Schulen zusammen zu bringen. Damit meint er: Erziehungshilfeschulen, Werkrealschulen, Realschulen und das Berufliche Fortbildungszentrum bfz.

Dann hechtet er vom Schattenplatz auf das von der Sonne glühende Spielfeld, um dem ersehnten Sieg entgegen zu kicken. Ein paar Meter weiter sitzt Mitorganisator und Sonderschulkonrektor Daniel Murr in seiner Rolle als Stadionsprecher. „10 Jahre Kleintobel-Cup heißt für mich, dass der Fußball unterschiedliche junge Menschen und Leute verbindet. Die Turniere waren immer geprägt von sehr tolerantem und respektvollem Umgang miteinander." Das ist auch in diesem Jahr der Fall.

Rund fünf Stunden dauert das Turnier, bei über 30 Grad im Schatten. Gespielt wird in zwei Altersklassen. Zur Halbzeit des Turniers ist von allen Schulmannschaften unisono zu hören: „Wir wollen gewinnen." So auch die Jungs und Mädels der Werkrealschule Bad Wurzach, die seit vier Jahren Titelverteidiger sind. Dass in den vergangenen zehn Jahren schulübergreifende Beziehungen und Freundschaften wie zum Beispiel nach Bad Wurzach entstanden sind, freut vor allem Yüksel Tunc, Jugendbeauftragter im Martinshaus und Erfinder des Cups. Vorteile sieht er für alle Beteiligten: „Durch den Kontakt rund um's Spielfeld werden Vorurteile gegenüber Erziehungshilfeschülern abgebaut und unsere Jugendlichen werden gleichzeitig motiviert, sich anzustrengen, um wieder auf eine Regelschule gehen zu können."

Trotz aller Begegnung über die Grenzen der unterschiedlichen Schularten hinweg kommt der sportliche Wettkampf nicht zu kurz - im Gegenteil: Fiebernd kämpfen die Schulmannschaften gegeneinander und geben ihr Bestes. Zwischendurch lockt eine kurze Abkühlung unterm Rasensprenger, der genauso zum Rahmenprogramm wie Torwandschießen, Tischkicker, Grillstation und Eistheke zählt.

Nach 36 Vorrunden und zwei Finalspielen stehen die Gewinner fest: Als Sieger in beiden Altersklassen nimmt die Werkrealschule Bad Wurzach die Pokale mit nach Hause, einen Sonderpokal erhalten die zahlreichen Wurzacher Mädels für ihre Teilnahme. Einen weiteren Sonderpokal nimmt außerdem Lotta von der Realschule Ravensburg als beste Torfrau entgegen und die beiden neuen Wanderpokale gehen ebenfalls nach Bad Wurzach. Doch auch alle Anderen reisen beschenkt in ihre Heimat zurück: Jeder Spieler mit einer Medaille und der eine oder andere mit einer netten Begegnung.

  
Bilderstrecke: Kleintobel-Cup 2015 (9 Bilder).