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Jung trifft Alt - Kunst verbindet

31.03.2014 | von Sonja Friedel

Über die Kunst kamen vier junge Menschen vom Martinshaus Kleintobel, der Jugendhilfe der Zieglerschen, und drei Senioren vom Seniorenzentrum Weststadt in einem gemeinsamen Projekt zusammen. Ein halbes Jahr dauerte die künstlerische Begegnung im Rahmen der Talentschmiede Kunst,die einmal in der Woche den Dialog zwischen den Teilnehmern förderte. Die Ergebnisse des Projekts wurden zwei Wochen lang bis Ende März in einer Ausstellung im Seniorenzentrum präsentiert.

Aus einem generationsübergreifenden Acrylmalkurs, der von Kunstlehrer Werner Mönch im Sommer 2013 angeboten wurde, entstand die Projektidee, mehr aus der offenen Begegnung von Jung und Alt zu machen. In Martin Georgi, dem Kunsttherapeuten des Seniorenzentrums, fand man den geeigneten Projektpartner. Mit einem ersten Kennenlernen starteten die Teilnehmer dieser besonderen Talentschmiede Kunst im Oktober 2013. Immer dienstags konnten Farben, verschiedene Materialien und Formen sowie schlummernde Talente neu entdeckt werden, erzählte eine der Seniorinnen am Rande der Ausstellung. Auch sie selbst hatte ihre Talente bisher anders eingeschätzt. Auf diese Weise entstanden im Laufe der Wochen Comics, Aquarellmalereien, kleine Skulpturen und abstrakte Kunstwerke.

„Ich fand den gemeinsamen Ausflug ins Kunsthaus Bregenz besonders schön", sagte Hans, einer der jungen Menschen. Hier konnten die Teilnehmer in die Welt der Künstler eintauchen und eine große Spannbreite von Kunstwerken ausloten. „Gerade für junge Menschen ermöglicht der Besuch in einem solchen Kunsthaus das Entdecken künstlerischen Ausdrucks", meinte Werner Mönch.

 

Ein besonderes Highlight dieser Kooperation ist die Ausstellung der entstandenen Werke in den Räumen des Seniorenzentrums. Bei der Eröffnung der Vernissage drückten Geschäftsführer der Jugendhilfe Herr Hörster und Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums Herr Schön ihren Dank aus. Beide begrüßten das hohe Engagement der Projektpartner Mönch und Georgi und die Offenheit der jungen und alten Menschen für Ihr Gegenüber. Herr Hörster zeigte sich in seiner Rede sehr darüber erfreut, dass es den Künstlern über einen so langen Zeitraum hinweg gelungen ist, den Dialog der Generationen aufrechtzuerhalten und durch die Begleitung das Eintauchen in eine andere Lebenswelt ermöglicht wurde. „Es wäre schön, wenn an die guten gemachten Erfahrungen mit einem Anschlussprojekt angeknüpft werden könnte", so Herr Hörster.

 

Carolin, Sebastian, Louis und Hans sind stolz auf ihre Arbeiten. Zur Eröffnung der Vernissage kamen auch ihre Klassenlehrer mit den Klassenkameraden und Klassenkameradinnen sowie Angehörige der Senioren. Stolz präsentierte Sebastian seinen selbstgeformten Mehlsack und freut sich schon auf die nächste Talentschmiede Kunst, zu der er sich bereits angemeldet hat.

  
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