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Installation „Labyrinth“ wurde am Isnyer Familienfest präsentiert

04.06.2013 | von Sonja Friedel
Die Künstler der Installation
Werner Mönch, Marvin Keßler, Martin Klemann, Kevin Riess und Tobias Hörwey (sitzend) sind stolz auf "ihr" Labyrinth

Vier junge Menschen der Jugendhilfe der Zieglerschen haben ein begehbares Labyrinth erbaut und es am Familienfest im Mai präsentiert.

Unter der Leitung des Künstlers und Lehrer Werner Mönch haben Tobias, Marvin, Martin und Kevin in der Schule ein riesiges Labyrinth erbaut. 32 einzelne Tafeln, bestehend aus mit Stoff bespanntem Lattenrahmen in der Größe 2,35 Meter x 1,80 Meter bzw. 0,90 Meter wurden von den vier jungen Menschen der Jugendhilfe der Zieglerschen bemalt und für das Familienfest in Isny bereits zum zweiten Mal zusammengeschraubt. Es ist ein „Spielraum" zum Erleben und Begreifen, auf den die jungen Künstler stolz sein können. „Es war interessant, zusammen mit unserem Lehrer das Labyrinth auf dem Papier zu zeichnen. Noch besser fand ich aber, dass wir es nur anhand unserer Anleitung alleine zusammenbauen durften. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und mir gezeigt, dass ich etwas schaffen kann", erzählt Kevin beim Interview.

Die Besucher der Installation waren dazu eingeladen, einzeln das Labyrinth zu erforschen. Wer schon einmal in einem Labyrinth war, der kennt Abzweigungen und Sackgassen und weiß, im Labyrinth müssen Entscheidungen getroffen werden. Das gibt es selbstverständlich auch im Labyrinth der Jugendhilfe, allerdings unter erschwerten Bedingungen. Dieses Labyrinth lädt zu einem „blinden" Durchgang ein. Ganz nach der Vorstellung für „totale Installation" von Ilya Kabakov bildet das Innere des Labyrinths eine eigene Welt, in deren schmalen Gänge es dunkel ist. Wer sich den Gang durch die Dunkelheit zutraut, der kann ausprobieren, wie gut seine Sinne funktionieren und muss sich den Weg ertasten, gilt es doch, am Ausgang eine Überraschung zu finden.

Wartende Besucher konnten sich im Vorraum der Installation mit ausgestellten Masken und Bildern von Schülern der Jugendhilfe, beispielsweise einem Linolschnitt eines Stiermenschen, auseinandersetzen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. „Insbesondere der Linolschnitt, der auf das Labyrinth der griechischen Sage „Minotaurus" deutet, hat mir gut gefallen", so Schulleiter des Martinshauses Thomas Frick.

Die Installation auf dem Familienfest war gut besucht. Geladene Gäste, Eltern, Nachbarn und Passanten der Straße und immer wieder Grüppchen von Kindern und Jugendlichen nahmen die Möglichkeit war, das Labyrinth zu entdecken und die Überraschung zu finden. Tobias, Marvin, Martin, Kevin und Werner Mönch waren sehr mit der Besucheranzahl und deren Rückmeldungen zufrieden. Nun suchen Sie nach einer Möglichkeit, die Installation für ganze Schulklassen zur Verfügung zu stellen.