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Schrott hilft - Regionale Betriebe packen an

18.12.2013 | von Eva Huchler
Scheckübergabe Altshausen
Peter Grundler freut sich über die großzügige Spende für die Caritas Biberach-Saulgau
Die Idee entwickelte sich erst im Tun: Am Anfang stand Alexander Joklitschke, Technischer Leiter des Hör-Sprachzentrums, bei der Vorbereitung für den Rückbau alter Gebäude der Leopoldschule eigentlich nur vor dem Problem, wie er die etwa 9,5 Tonnen schwere Wärmerückgewinnungsanlage auf dem Dach und im Keller der Gebäude demontieren kann. Die Anlage war in den 1980er Jahren zur Energiegewinnung in dem Schulgebäude angebracht worden und ist zwischenzeitlich nicht mehr einsatzfähig. Schnell wurde Alexander Joklitschke klar, dass hierfür großes Gerät benötigt wird, das den Zieglerschen nicht zur Verfügung steht.
Da Not bekanntlich erfinderisch macht, fragte der Technische Leiter Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr Altshausen um Rat. Eduard Gelzenlichter, der selbst einen Flaschnerei- und Sanitärbetrieb leitet, hatte gleich ein offenes Ohr. Er machte sich vor Ort ein Bild von der Anlage und entschied, dass dies nur mit vereinten Kräften zu meistern ist. Im Kreis seiner Kollegen fand er rund um Altshausen bereitwillige Helfer, die sich den Abbau der Kondensatoren in den Sommerferien zur gemeinsamen Aufgabe gemacht haben - ohne dafür eine Rechnung an das Hör-Sprachzentrum zu stellen. Ganz uneigennützig beteiligten sich die Firma Schuler Erdbau-Transporte aus Fronhofen, das Unternehmen Wolf Autokrane, die Firma Sonntag Elektrotechnik aus Aulendorf, die Firma HSS Kälteklimatechnik, Graf und Wegele Industriemontagen, der Schrott- und Metallhandel Baumgärtner aus Weingarten, Kurt Keller und Rainer Hugger in ihrer Freizeit. Einzig der Erlös aus dem Verkauf der in den Kondensatoren verbauten Rohstoffe sollte ihnen als Dank für ihre Arbeit bleiben.

Doch sogar darauf verzichteten die Helfer: Während der gemeinsamen Arbeit auf dem Gelände der Leopoldschule kamen sie zu dem Schluss, dass sie diese Erlöse gar nicht selbst behalten, sondern einem gemeinnützigen Zweck zugutekommen lassen wollen. Kurz vor Weihnachten entschlossen sie sich nun dazu, den satten Erlös aus dem Rohstoffverkauf von 7.500 € an die Caritas Biberach-Saulgau zu spenden. Dabei soll ein Teil des Geldes dem Ambulanten Hospizdienst für Kinder und Jugendliche zukommen und ein anderer Teil notleidenden Familien aus der Raumschaft Altshausen. „Wichtig ist uns, die Region rund um Altshausen zu unterstützen und dass die volle Summe bei den Kindern und Familien ankommt, " so Jochen Schuler. Das kann Peter Grundler, Regionalleiter der Caritas Biberach-Saulgau, guten Gewissens zusagen. Unter dem Stichwort „Schrott hilft Altshausen" lässt er ein Spendenkonto einrichten und freut sich über das unverhoffte Weihnachtsgeschenk aus Altshausen an betroffene Familien und Kinder.