Titelbild


Olympischer Geist im Hör-Sprachzentrum Wilhelmsdorf

09.05.2014 | von Jens Walther

Schülerinnen und Schüler des Haus Waldeck erprobten sich in Rollschlitten

Paralympics in Wilhelmsdorf - geht das überhaupt?

Natürlich haben die letzten Winter-Paralympics nicht in Wilhelmsdorf stattgefunden, sondern im fernen Sotschi. Mit neun Goldmedaillen waren die deutschen Teilnehmer übrigens die zweitbeste Mannschaft in der Nationenwertung.
Einer der vielen Väter dieses Erfolgs ist Leon Adriaans, der seit diesem Schuljahr Lehrer in der Förderabteilung des Hör-Sprachzentrums Wilhelmsdorf ist und vorwiegend die Klassen 5 bis 7 unterrichtet. In seinem anderen Leben ist er Nachwuchstrainer der deutschen Langlauf- und Biathlonnationalmannschaft. Zu seinen Schützlingen gehört unter anderem Anja Wicker, Rollstuhlfahrerin und Goldmedaillengewinnerin in Sotschi. Er selbst war über zehn Jahre lang erfolgreicher Skilangläufer und Biathlet. Im Rahmen eines Unterrichtsprojekts in seinen Klassen hat Leon Adriaans die Waldeckschüler sprichwörtlich am eigenen Leib spüren lassen, was es heißt, körperbehindert oder blind zu sein. So gehört es natürlich zu den klassischen Erfahrungen, sich mit verbundenen Augen von einem Mitschüler führen zu lassen oder sich in einem Raum mit sehr wenig Licht orientieren zu müssen. Die Schülerinnen und Schüler durften mit Leon Adriaans aber darüber hinaus auch die Rollschlitten der körperbehinderten Wintersportler ausprobieren. Die richtigen Schlitten mit Kufen kamen wegen des warmen Wilhelmsdorfer Frühlings nicht zum Einsatz. Trotzdem hatten alle Beteiligten viel Spaß dabei, auf einer 100 Meter Bahn gegeneinander anzutreten.
So erreichte auch die Zieglerschen in Wilhelmsdorf der olympische Geist von Sotschi!