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Joachim Sindermann übergibt die Leitung der Leopoldschule

24.07.2014 | von Eva Huchler

Joachim Sindermann liest vor, was ein Schüler ihm zum Eintritt in den Ruhestand wünscht.

Mit einem feierlichen und kreativen Festakt feierte die Leopoldschule die Verabschiedung von Joachim Sindermann, der nach 25-jähriger Leitungsverantwortung die Schulleitung der Leopoldschule an seine Nachfolgerin Monika Boschert-Rittmeyer zum Schuljahreswechsel abgibt und in Ruhestand geht. Die Geschäftsführung des Hör-Sprachzentrums, Ursula Belli-Schillinger und Willi Hiesinger, das Kollegium der Leopoldschule, Schülerinnen und Schüler, Bernhard Straile, Regierungsschuldirektor des Regierungspräsidiums Tübingen und Kurt König, Bürgermeister von Altshausen, verabschiedeten Joachim Sindermann mit verschiedenen Beiträgen und persönlichen Worten.

Im Mittelpunkt stand dabei das Wirken des Schulleiters über all die Jahre in der Leopoldschule. Der kreative Kopf Joachim Sindermann verstand seine Aufgabe immer als Gestaltungsaufgabe – ob zu Beginn seiner Leitungstätigkeit gemeinsam mit seiner Ehefrau Cornelia Sindermann in der Rolle der Hauseltern oder später im Kreis seines Leitungsteams. Deutlich wird dies an dem pädagogischen Konzept der Leopoldschule, das Joachim Sindermann gemeinsam mit seinem Kollegium in den letzten Jahren erarbeitet hat und umsetzt. Sichtbar wird es spätestens bei Betreten des neuen Schulgebäudes, welches auf die Anforderungen des Schulkonzepts passgenau zugeschnitten ist: Eine freundliche Schule, die den Schülerinnen und Schülern auch den Blick für das eröffnen soll, was mehr als nützlich ist. Joachim Sindermann ließ es sich an diesem Tag nicht nehmen, zu zeigen, wie er sich in seiner Rolle als Schulleitung selbst verstand: Im blühendweißen Outfit eines Oberkellners mit bodenlanger Schürze begrüßte er jeden einzelnen seiner Gäste und bediente sie gemeinsam mit den fleißigen Schülerinnen und Schülern aus der Schülerfirma – ganz im Geist der Diakonie.

Auch die neue Schulleiterin, Monika Boschert-Rittmeyer, verriet, was ihr wichtig ist und worauf sie Wert legt. Sie zeigte das den gespannten Gästen und Kollegen an dem Abend ganz plastisch, als sie auf der Bühne eine Töpferscheibe anstellte und mit Ton zu arbeiten begann: „In das Töpfern kann ich mich ganz hinein vertiefen. Ich denke an nichts anderes als an das, was ich gerade tue.", erklärt sie, während sie den Ton formt. „Es ist unsere Aufgabe als Schule, Rahmenbedingungen zu gestalten, die es den Kindern und Jugendlichen ebenso ermöglichen, sich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und in ihr aufzugehen."

Und was, wenn die Form kaputt geht? „Dann bin ich vorbereitet", erklärt Monika Boschert-Rittmeyer. „Für den Fall, dass mir das Töpfern heute vor Publikum nicht gelingt, habe ich gestern schon eine Ersatztasse geformt. Das ist sozusagen mein Plan B, meine zweite Chance – wie sie jeder von uns, jede Schülerin und jeder Schüler verdient."

Die Tasse ging nicht kaputt. Sie ging als Geschenk aus den Händen der neuen Schulleiterin in die Hände des scheidenden Schulleiters.