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»Fußball im Käfig« für AIDS-Waisen-Projekt in Afrika

05.05.2015 | von Sarah Benkißer

Spiel, Spaß und ein guter Zweck: Schüler der Leopoldschule Altshausen sammelten mit einem Turnier im "Fußball-Käfig" Spenden für AIDS-Waisen. / Foto: Die Zieglerschen

Das Spiel war hart, aber fair – und sozial. 292 Euro Spendengelder haben Schülerinnen und Schüler der Leopoldschule der Zieglerschen in Altshausen mit einem ganz besonderen Event gesammelt: Zugunsten des „Malaika-Projekts“, das AIDS-Waisen in Kenia vor einem Leben auf der Straße bewahrt, spielten sie „Fußball im Käfig“.

In einem 12x12 Meter großen, achteckigen Käfig trafen 12 Mannschaften – bestehend aus 7.- und 8.-Klässlern der Real- und Werkrealschulen aus der Umgebung – aufeinander. Unter anderem mit dabei: Eine Mannschaft des Martinshauses Kleintobel (Jugendhilfe) der Zieglerschen und zwei syrische Asylbewerber, durch die das Turnier kurzerhand international wurde. Sieger wurden die „Chicken Kings“ aus Ostrach. Das Startgeld der Mannschaften sowie die Erlöse aus dem Essens- und Getränkeverkauf kamen dem Malaika-Projekt zugute. Die Preise für die Sieger sowie die verkauften Leberkäswecken und Getränke wurden allesamt von lokalen Sponsoren zur Verfügung gestellt.

Das außergewöhnliche Fußballturnier hatten Werkrealschüler und Realschüler der Leopoldschule, die zum Hör-Sprachzentrum der Zieglerschen gehört, im Rahmen des Projekts „Soziales Engagement“ organisiert. Ihr Lehrer Ekart Holl berichtet: „Es ging bei diesem Projekt nicht nur darum, dass wir gemeinsam dieses Geld erwirtschaften – und natürlich viel Spaß haben – sondern es war mir auch wichtig, den Schülern eine globale Sichtweise zu vermitteln.“ Deshalb wurde als Spendenprojekt das Malaika-Projekt in Kenia ausgewählt: ein Waisenhaus für Kinder, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben.

Doch nicht nur wegen des sozialen Engagements war der „Malaika-Cup“ im Käfig ein Erfolg, sondern auch durch das Miteinander auf dem Platz: „Wir haben ohne Schiedsrichter gespielt“, erzählt Ekart Holl. „Das stieß am Anfang auf Skepsis. Aber die Spieler sind sehr fair miteinander umgegangen und haben auf dem Platz alles gut geregelt.“ Je sechs 7.- und 8.-Klässler ohne Schiedsrichter auf engstem Raum und keine Verletzten? „Wir haben nur Pflaster gebraucht und ein paar Kühlpads, das war’s“, sagt Ekart Holl lachend. „Es war hart, aber fair.“

Das Engagement der 10-köpfigen Projektgruppe, die neben dem Fußballturnier noch weitere Aktionen zugunsten des Malaika-Projekts organisiert hatte, hat innerhalb der Leopoldschule Kreise gezogen. „Die Hilfs- und Einsatzbereitschaft der Mitschüler und des Lehrerkollegiums war sehr hoch“, sagt Ekart Holl. „Wir haben das ja zum ersten Mal gemacht und hatten noch ein paar organisatorische Lücken. Aber es war immer jemand da, der mit angepackt hat.“ Das Projekt soll jetzt im wahrsten Wortsinn „Schule machen“. Ekart Holl: „Die jetzigen 7.-Klässler brennen schon darauf, das Turnier nächstes Jahr wieder zu organisieren. Ich habe den Fußball-Käfig schon vorbestellt. Und es wäre schön, wenn wir dafür dann noch mehr Sponsoren finden.“

Infos zum "Malaika-Projekt" für AIDS-Waisen in Kenia: www.malaika-projekt.de

Schnelles Spiel, faire Spieler: Beim Spenden-Turnier zugunsten eines Waisenhauses in Kenia wurde ohne Schiedsrichter gespielt. / Foto: Die Zieglerschen