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Entschuldigung, was machen Sie von Beruf?

03.06.2014 | von Alexandra Hoffmann
Projektwoche-Berufe Sig
Die rasenden Reporter der Sigmaringer Lassbergschule
„Wenn ich mal groß bin, dann werde ich Bäcker! Oder doch Polizist?", überlegt Simon, Viertklässler der Sprachheilschule Sigmaringen. Eine schwierige Entscheidung, die wohl überlegt sein will! Dafür machten sich die Schülerinnen und Schüler der Sprachheilschule der Lassbergschule im Rahmen einer Projektwoche auf den Weg durch Sigmaringen und konnten viele verschiedene Berufe kennenlernen.
Den Anfang machte am vergangenen Montag ein Interviewtag: Die mutigen Schülerinnen und Schüler sprachen fremde Passanten in der Sigmaringer Innenstadt und Angestellte verschiedener Geschäfte an und fragten sie nach deren Berufen. Diese ganze Vielfalt zu ordnen war gar nicht so einfach - vor allem, wenn man gar nicht so richtig weiß, wie die Arbeit in den einzelnen Berufen aussieht!
Um eine Vorstellung davon entwickeln zu können, welche Arbeiten in welchem Beruf erledigt werden müssen und welche Stärken man für welchen Beruf mitbringen sollte, bekamen die Schülerinnen und Schüler im Lauf der Projektwoche die Möglichkeit, bestimmte Berufe genauer kennenzulernen. Frau Storkenmaier, Herr Mihatsch, Herr Müller vom Kulturmagazin Albmag und Herr Weiß von der Firma Hauber kamen dafür extra in die Lassbergschule und zeigten den Kindern, was man zum Beispiel als Hebamme, Maler, Journalist und Schreiner zu tun hat. Aber nicht nur das: die Schülerinnen und Schüler durften sich auch ausprobieren. So konnten sie ein großes Wandbild für die Lassbergschule malen, eine Seite im Albmag gestalten und eine große Weihnachtskrippe schreinern.
Andere Schülergruppen erkundeten auch Berufe direkt an deren Arbeitsorten. So durften die Kinder mit Bäcker Neher Brezeln backen, bei der Bäckerei Rebholz Hefegebäck herstellen, im Kreiskrankenhaus Sigmaringen einen Armgips anlegen, bei Herrn Blender die Arrestzellen der Polizei testen, mit Herrn Reule vom Bauhof Blumen pflanzen, bei Herrn Hofele vom Fachbereich Forst sehen, wie ein Baum gefällt wird, auf dem Bauernhof Pfister lernten wir die die Stallarbeit im Kuhstall kennen und beim DRK übten wir mit Herrn Stauß das Anlegen von Verbänden!
Die erlebnisreiche Woche war den Schülerinnen und Schülern der Sprachheilschule am Ende der Woche in die glücklichen Gesichter geschrieben. Auf die Frage, ob Simon sich nun für einen Berufswunsch entscheiden konnte denkt er kurz nach und antwortet: „Naja, Bäcker und Polizist gefallen mir immer noch beide sehr gut! Aber jetzt könnte ich mir dazu noch vorstellen, als Gärtner zu arbeiten!"

Die Sprachheilschule der Zieglerschen bedankt sich ganz herzlich im Namen der Schülerinnen und Schüler bei allen Geschäften, Firmen, Einrichtungen und Personen, die den Kindern so tolle Einblicke in ihren Berufsalltag gewährt haben! Und - wer weiß - vielleicht wird sich der ein oder andere Schüler in ein paar Jahren um einen Ausbildungsplatz in diesen Betrieben bewerben!