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Bitte eintreten! Ein Blick in die Kulissen der Leopoldschule

04.06.2013 | von Eva Huchler
Leopoldschule
Darauf legt die Leopoldschule besonderen Wert: auf das Miteinander.

Die Leopoldschule ihre Türen für Besucher und ermöglicht Einblick hinter die Türen der neuen Schule.

Seit Dezember letzten Jahres lernen und arbeiten die rund 95 Jugendlichen der Werkrealschule und Realschule der Leopoldschule in ihrem neuen Schulgebäude. Und dieses hat durchaus Seltenheitswert. Als erstes fällt dem Betrachter die moderne Architektur ins Auge: Klassenzimmer weichen runden Formen in den Lernzonen, die sich über zwei Stockwerke erstrecken. Diese Besonderheiten können sich Besucher am Tag der offenen Tür aus der Nähe anschauen.

Hinter den Türen der Leopoldschule erwartet den Besucher noch viel mehr als Architektur. Denn die Strahlkraft dieser Schule liegt neben dem Wo vor allem im Wie: Durch das besondere Unterrichtsmodell beschreiten die Zieglerschen mit der Leopoldschule neue Wege. Lernen findet in der Leopoldschule nicht mehr durch Lehrervorträge statt, sondern im Austausch miteinander. In kleinen Lerngruppen sitzen die Schülerinnen und Schüler zusammen. Entweder klassisch über ihren Heften oder mithilfe modernster Medientechnik arbeiten sie auf die Ziele ihres persönlichen Lernplans hin. Natürlich erhalten sie Unterstützung durch die Lehrkräfte, diese liegt aber vielmehr in der Begleitung und Ermutigung der Schülerinnen und Schüler. Und wenn jemand eine Auszeit braucht? Oder absolute Ruhe zur Konzentration? Dann bieten sogenannte Studios Rückzugsmöglichkeiten.
Neben den Lernzielen auf dem Weg zum Werkrealschul- oder Realschulabschluss legt die Leopoldschule in ihrer diakonischen Wesensart noch einen weiteren Schwerpunkt: Sie möchte die Jugendlichen zur Übernahme von Verantwortung anregen - für sich selbst, für die MitschülerInnen und in der Gesellschaft.

Hohe Ziele. Wie diese praktisch umgesetzt werden, bleibt von außen oft schwer vorstellbar. Wie kann das funktionieren? Lernen die Schülerinnen und Schüler denn auf diese Weise genug? Wird den Jugendlichen mit diesem Konzept nicht zu viel abverlangt? Sind sie in der Leopoldschule gut aufgehoben?

Am Sonntag, 16.06.2013, öffnet die Leopoldschule ihre Türen für Besucher und ermöglicht den Gästen einen Blick in ihre Kulissen. Die Besucher sind um 10:00 Uhr herzlich zum gemeinsamen Gottesdienst in der Schulmensa eingeladen. Anschließend steht den Gästen das Schulhaus bis 15:00 Uhr zur Besichtigung offen und die Lehrkräfte freuen sich auf einen regen Austausch.