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Zieglersche verabschieden Eva-Maria Armbruster

10.04.2014 | von Harald Dubyk
Zieglersche verabschieden Eva-Maria Armbruster
Viele Gäste waren zur Verabschiedung von Eva-Maria Armbruster gekommen. Foto: Jürgen Schmale

„Jetzt ist sie weg! Weg! Und ich bin wieder allein allein!" Gemäß dieser Liedzeilen der Fantastischen Vier haben sich die Mitarbeiter der Geschäftsstelle der Altenhilfe vor Kurzem von Eva-Maria Armbruster verabschiedet. Am Mittwoch nun wurde die scheidende Fachliche Geschäftsführerin der Zieglerschen Altenhilfe in Wilhelmsdorf offiziell verabschiedet. Viele Gäste waren gekommen.

Es waren herzliche Momente an diesem Mittwochnachmittag im Bürgersaal der Gemeinde Wilhelmsdorf. Momente der Erinnerung, des gemeinsamen Zurückblickens, aber auch des Wehmuts. Über 26 Jahre wirkte Eva-Maria Armbruster in unterschiedlichen Funktionen in den Zieglerschen. Zuletzt neun Jahre als Fachliche Geschäftsführerin der Altenhilfe. Nun wechselt die 54-Jährige nach Stuttgart. Dort folgt sie Heike Baehrens, die als neu gewählte Bundestagsabgeordnete nach Berlin wechselte, ins Amt der Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werkes Württemberg.

Eva-Maria Armbruster ist eine Kennerin der Sozialarbeit, aber auch der Sozialpolitik. „Sie haben die soziale Arbeit von der Pieke auf gelernt", betonte Prof. Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen. In der Tat. Anfang der 1980er Jahre begann sie als Mitarbeiterin in der Behindertenhilfe der Zieglerschen. Diese Basiserfahrung prägte Armbrusters Wirken über die Jahrzehnte. Und diese Erfahrung nahm sie auch Jahre später mit in die Sozialpolitik. Als Gemeinderätin und Kreisrätin im Landkreis Ravensburg trug sie durch hohe Sachkenntnis zur sozialpolitischen Debatte in Oberschwaben bei. Laudator Manfred Lucha stellte kategorisch fest: „Eva-Maria Armbruster ist Sozialpolitik." Der Ravensburger Landtagsabgeordnete begrüße ihren Wechsel nach Stuttgart und freue sich auf ein partnerschaftliches Miteinander in der zukünftigen Zusammenarbeit von Verband und Politik.

Eva-Maria Meschenmoser, erste Landesbeamtin im Landkreis Ravensburg, hob hervor, dass Armbruster vor allem durch ihre Aufgabe als Altenhilfe-Geschäftsführerin viel Gutes für die Menschen im Kreis getan habe. Dabei betonte Meschenmoser das letzte, gemeinsame Projekt im Landkreis: das neue Pflegeheim in Leutkirch, das voraussichtlich 2015 mit 75 Plätzen an den Start gehen werde. „Ich beglückwünsche das Diakonische Werk zu seiner neuen Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Ich bedauere es aber auch, dass sie dem Landkreis Ravensburg verloren gehen", sagte die erste Landesbeamtin.

Der Ravensburger Dekan Dr. Friedrich Langsam wünschte der Scheidenden für die Zukunft vor allem gesunden Schlaf und Momente des Lachens: „Vergessen sie das in ihrem neuen Amt bitte nicht." Ursula Belli-Schillinger, Fachliche Geschäftsführerin des Hör-Sprachzentrums der Zieglerschen, sprach für die geschäftsführenden Kollegen der Zieglerschen die Abschiedsworte. „Die Grundlage für Eva-Maria Armbrusters Handeln waren stets getragen von Glaube, Liebe und Hoffnung", sagte Belli-Schillinger. Das Wirken Eva-Maria Armbrusters sei geprägt durch die Ehrlichkeit, die sie den Menschen gegenüber erbringe. Klaus-Werner Bühner, Vorsitzender der Konzernmitarbeitervertretung in den Zieglerschen, wünsche sich von Eva-Maria Armbruster unter anderem Frischen Wind im Diakonischen Werk Württemberg.

Und die Gefeierte selbst? „26 Jahre in den Zieglerschen waren auch einfacher, schlichter Berufsalltag", sagte Eva-Maria Armbruster ihren Gästen. Sie bedankte sich für die vielen Begegnungen, aus denen immer wieder Freundschaften hervorgingen. So lernte sie auch ihren jetzigen Mann in den Zieglerschen kennen. Selten verlief ein Arbeitstag jedoch nach Plan. Eine der Erkenntnisse aus ihren Jahren bei den Zieglerschen sei dabei die Inspiration gewesen, und die geschehe oft da, wo man sie nicht erwarte.