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Zieglersche pilgern ins Lechtal

26.06.2013 | von Harald Dubyk
Pilger vor der Kemptner Hütte
14 Kolleginnen und Kollegen in den Zieglerschen pilgerten zwei Tage in den Allgäuer Alpen.

1665 herrschte große Dürre im Tiroler Lechtal. Damals pilgerten Bürger aus dem Ort Holzgau nach St. Maria Loretto in Oberstdorf im Allgäu und baten um Regen. Bei ihrer Rückkehr regnete es, die Tradition einer Wallfahrt war geboren. Im Juni 2013 machten sich 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zieglerschen auf den Weg von Oberstdorf nach Holzgau. Ihr Ziel: Nicht Regen sondern innere Einkehr und gemeinsames Wandern in Mitten einer schönen Bergwelt.

Freitagmorgen, acht Uhr. Die Wettervorhersage schwankte zwischen Regenschauern und trockenen Phasen. Verkehrte Welt. Damals, im 17. Jahrhundert, erbaten die Lechtaler Regen, heute hoffen alle auf trockenes Wetter. 14 Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Tochterunternehmen der Zieglerschen trafen sich zum Pilgern in den Allgäuer Alpen, zwischen Oberstdorf im Allgäu und Holzgau im Lechtal. Zwei Tage Wandern und Einkehr, angeboten vom Referat Seelsorge und Theologie der Zieglerschen.

Unter der Leitung von Pfarrerin Marie Knödler und Harald Dubyk begann die Gruppe ihre Pilgerwanderung mit einem geistlichen Impuls in der Lorettokapelle. Mit dem Bus ging's zuerst nach Spielmannsau, von dort zu Fuß durch den Sperrbachtobel hinauf zur 1844 Meter hoch gelegenen Kemptner Hütte. Nach der Mittagspause folgte auf dem knapp 2000 Meter hohen Mädelejoch der Übertritt nach Tirol. Ein Wolken verhangener Himmel begleitete die Pilgergruppe hinab zur Unteren Roßgumpenalpe, wo es wohl einen der besten Apfelstrudel im nördlichen Alpenraum gibt. Eine Stunde später, nach rund neun Stunden Wandern und immer wieder stiller Einkehr, tauchte das Örtchen Holzgau auf. Die anschließende Übernachtung im Hotel Neue Post war absolut verdient.

Am nächsten Morgen regnete es. Nach kurzer Diskussion entschied sich die Gruppe dennoch, weiter zu wandern. Der Regen ließ nach, die Sonne lachte, wenn auch nur kurz. Nach einer kurzen Busfahrt in Richtung Warth wanderte die Gruppe über das Haldenwanger Eck, dem südlichsten Punkt Deutschlands, hinab ins Stillachtal. Erst Nebel, dann wieder Sonne, aber kein Regen - das war die positive Nachricht des Tages. Um 17 Uhr stand die Gruppe wieder am Ausgangspunkt; die einen früher, die anderen etwas später, am Ende dann doch alle, müde aber glücklich. Das Fazit: Eine anstrengende aber rundum zufrieden machende Tour mit vielen Eindrücken, neuen Bekanntschaften unter Kollegen und jede Menge Gedanken - auch dank der geistlichen Impulse von Pfarrerin Marie Knödler.

  
Bilderstrecke: Kolleginnen und Kollegen der Zieglerschen auf Pilgertour zwischen dem Allgäu und dem Tiroler Lechtal. (5 Bilder).