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20 hörgeschädigte und sprachbehinderte Kinder kicken mit der Krumbach Familienstiftung und Karl-Heinz Riedle

20.09.2012 | von Alexandra Heinrich - Krumbach Familienstiftung
Karl-heinz Riedle und die Kinder des HSZ
20 hörgeschädigte oder sprachbehinderte Kinder vom Hör-Sprachzentrum der Zieglerschen trainierten eine Woche lang im Riedle-Camp in Oberstaufen. Foto: Krumbach Familienstiftung

20 Kinder rennen über einen Fußballplatz. Der Trainer gibt Anweisungen. Sie alle haben Spaß dabei, sind motiviert. Eigentlich ein ganz normaler Anblick, für die 20 hörgeschädigten oder sprachbehinderten Kinder vom Hör-Sprachzentrum der Zieglerschen in Ravensburg jedoch etwas ganz Besonderes: Eine Woche lang trainierten sie im Fußball-Camp von Ex-Nationalspieler Karl-Heinz Riedle in Oberstaufen. Das hat ihnen die Krumbach Familienstiftung aus Kißlegg ermöglicht, die seit über fünf Jahren Kinder und Jugendliche im Allgäu und in Oberschwaben unterstützt.

„Für unsere Kinder ist Sport eine therapeutische Maßnahme, da viele Probleme mit der Motorik haben. Sie treffen dort auf Gleichaltrige und sind dadurch gefordert, miteinander zu kommunizieren. Und: Sie haben beim Fußballspielen die Möglichkeit, erfolgreich zu sein, ganz unabhängig von ihren sprachlichen Fähigkeiten", betont Wilhelm Hiesinger, Kaufmännischer Geschäftsführer des Hör-Sprachzentrums der Zieglerschen. „Umso schöner ist es zu sehen, wie gut das Fußballspielen den Kindern tut und wie viel Freude sie daran haben!" Das bestätigt auch Trainer Peter Alber, der sich während des Camps um die Mädchen und Jungen zwischen sechs und15 Jahren gekümmert und mit ihnen Motorik, Technik und Taktik geübt hat. „Beim Fußball spielte das Handicap der Kinder keine Rolle, denn Fußball ist wie eine gemeinsame Sprache, die alle sprechen. Und das stärkt das Selbstbewusstsein."

„Tor", ruft es von der linken Feldhälfte, die Jungs und Mädels klatschen in die Hände und strahlen über das ganze Gesicht. Horst Steinhauser, Vorstand der Krumbach Familienstiftung, freut sich über die gelungene Spendenaktion: „Wenn unser Handeln so eine Wirkung hat, dann haben wir alles richtig gemacht." 10.000 Euro hat die Stiftung dafür aufgewendet. Hilfe bekam sie dabei von der Mineralwassermarke Krumbach, die seit Stiftungsgründung mit dabei ist. Auch das Fußball-Camp kam der Stiftung entgegen: „Als wir von der Idee erfahren haben, war die Entscheidung schnell klar. Acht Plätze haben wir den Kindern zur Verfügung gestellt", erzählt Karl-Heinz Riedle. „Für uns war die Woche auch ein besonderes Erlebnis, weil wir helfen konnten und sichtlich erfolgreich waren."