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Filmprojekt »Die Zieglerschen als attraktiver Arbeitgeber«

17.06.2014 | von Sarah Benkißer
Stefanie Maier und Hund Henning im Filmprojekt Attraktiver Arbeitgeber
Stefanie Maier (Suchthilfe der Zieglerschen) hat beim Filmprojekt "Die Zieglerschen als attraktiver Arbeitgeber" der DHBW Ravensburg vor der Kamera mitgewirkt. / Bild: DHBW Ravensburg – Mediendesign, Projektgruppe Sabrina Bauer, Corinna Schreiber, Johannes Berner

Wie kann sich ein soziales Unternehmen in einem etwa 2-Minuten-Film als attraktiver Arbeitgeber darstellen? Dieser Herausforderung stellten sich vier Teams von Studenten der DHBW Ravensburg. Sie alle studieren den Bachelorstudiengang Mediendesign in der Türmestadt und hatten in ihrem vierten Semester ein aufwendiges Filmprojekt zu bestreiten. Die Ergebnisse wurden zum Semesterabschluss nun im Kino Die Burg in Ravensburg den Professoren, Kommilitonen und Projektpartnern präsentiert.


Die Vielseitigkeit der Zieglerschen zeigen

»Sich erstmal in das Thema reinzudenken, war sehr anspruchsvoll,« erzählen Corinna Schreiber und Sabrina Bauer, die mit ihrem Filmteam gleich drei kurze Spots über die Zieglerschen als attraktiven Arbeitgeber realisiert haben. Dafür haben sie zunächst viel recherchiert über das diakonische Sozialunternehmen mit Hauptsitz in Wilhelmsdorf, das rund 3.000 Menschen beschäftigt. Außerdem haben sie Interviews mit Mitarbeitenden aus den verschiedenen Bereichen der Zieglerschen geführt. Mit Work-Life-Balance, Weiterbildung und Teamwork haben die Studierenden in der Vorbereitung drei wichtige Kriterien für Arbeitgeberattraktivität festgelegt und dann drei der Interview-Partner für die dazugehörigen Spots ausgesucht. Wichtig war ihnen dabei auch, die Vielseitigkeit der Zieglerschen zu zeigen, die neben Mitarbeitern in fünf verschiedenen Hilfearten auch Menschen im Bereich Dienstleistungen und Verwaltung beschäftigen. In den Interviews habe sie beeindruckt, was die Mitarbeitenden antreibt und warum sie bei den Zieglerschen arbeiten, erzählen Sabrina Bauer und Corinna Schreiber. »Man liest ja in den Zeitungen auch Negatives über soziale Unternehmen, aber das war mal ein positives Beispiel«, berichten die beiden Studentinnen.

Kreativität ist gefragt
Betreut wurde das Film-Projekt von Prof. Klaus Birk, Studiengangsleiter für Mediendesign an der DHBW. War das Thema »Arbeitgeberattraktivität« für ihn und seine Studierenden überhaupt interessant? »Wir greifen eigentlich ganz gerne Themen auf, die erstmal etwas spröde klingen. ‚Arbeitgeberattraktivität‘ - das Wort allein klingt ja sehr bürokratisch«, sagt Birk. Doch gerade ein solches Thema kreativ umzusetzen, sei dann die Herausforderung für die Studierenden. Sie lernten dabei auch, sich mit den konkreten Hürden bei der Umsetzung eines Filmprojekts auseinander zu setzen. So hatten einige Gruppen geplant, in einer Einrichtung der Zieglerschen, z.B. der Behindertenhilfe oder im Hör-Sprachzentrum, zu drehen. Dass dort natürlich erst mal das Einverständnis der Betreuten und deren Angehöriger bzw. der Eltern der Schulkinder eingeholt werden muss, was einen entsprechenden Vorlauf erfordert, hatten sie zunächst nicht bedacht. »Das gehört dann eben zum Lernprozess dazu«, erklärt Birk.

Interessante Ideen realisiert
Die Arbeiten der vier Filmteams wurden der Projektleiterin bei den Zieglerschen, Anne Beck, am Rande der Präsentation überreicht, die die Kooperation positiv kommentierte: »Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit den Ergebnissen des Projekts. Die Studierenden haben sich auf ganz unterschiedliche Weise kreativ mit dem Thema Arbeitgeberattraktivität auseinander gesetzt und interessante Ideen realisiert. Wir nehmen die Filme jetzt mit und überlegen, welche der Ideen wir eventuell weiterverfolgen.« Vielleicht werben die Zieglerschen also bald mit einem der Filme der DHBW-Studenten um neue Mitarbeitende. Doch das ist für die Studierenden eher zweitrangig. Sie können jetzt schon mit ihren Projekten zufrieden sein und erstmal die kommenden Semesterferien genießen. »Das Projekt hat auf jeden Fall Spaß gemacht«, ziehen Sabrina Bauer und Corinna Schreiber Bilanz.

Menschlichkeit und Professionalität. Das Besondere der Zieglerschen zu zeigen war ein Ziel der Projektgruppe. Stefanie Maier (Suchthilfe der Zieglerschen) stand für das Filmprojekt der Studierenden vor der Kamera. Zeit haben - für die betreuten Menschen, aber auch für sich selbst. Das ist für die diakonische Arbeit wichtig.
Bilderstrecke: Impressionen aus dem Filmprojekt / Bilder: DHBW Ravensburg - Mediendesign, Projektgruppe Sabrina Bauer, Corinna Schreiber, Johannes Berner (9 Bilder).