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Humor trotz ernster Themen

05.11.2013 | von Katharina Stohr
Besuch Landrat Gaerte_gr
Auch bei Behördenterminen mit ernsten Inhalten darf mal gelacht werden…. v.l. Landrat Dirk Gaerte, Sigmaringen, Sven Lange, Fachlicher Geschäftsführer der Behindertenhilfe der Zieglerschen und Gernot Schultheiß, Leiter des Staatlichen Schulamtes Albstadt. (Foto: Katharina Stohr)

Dass Lachen gesund ist, weiß auch Dirk Gaerte, Landrat aus Sigmaringen. Erst kürzlich besuchte er zusammen mit verschiedenen Behördenleitern aus den Landkreisen Biberach, Ravensburg, Sigmaringen und Zollernalb die Zieglerschen in Wilhelmsdorf, um sich vor Ort auszutauschen.

Herzlich willkommen geheißen wurden die Gäste von Professor Harald Rau, dem Vorstandsvorsitzenden der Zieglerschen, und von Sven Lange, dem Fachlichen Geschäftsführer der Behindertenhilfe, der auch über die traditionsreiche Einrichtung informierte und durch das Haus Schild führte. Hier steht 42 geistig behinderten Seniorinnen und Senioren mit erhöhtem Pflegebedarf seit 2011 ein regional einmaliges Angebot zur Verfügung. Viele ältere und pflegebedürftige Menschen, die teilweise schon seit 70 Jahren in Häusern und Wohngemeinschaften der Behindertenhilfe leben, können dadurch in Wilhelmsdorf wohnen bleiben und müssen nicht an einen neuen Ort ziehen. Der Humor kam beim Rundgang nicht zu kurz: Zwischen all den ernsten und diskutierten Themen wie Brandschutz, Sicherheitsauflagen und Pflegestandards ertönte immer wieder herzhaftes Lachen. „Wir legen sehr großen Wert auf einen offenen und konstruktiven Dialog mit den Behördenvertretern“, sagte Sven Lange, der früher selbst im Sigmaringer Landratsamt tätig war und somit beide Interessenseiten kennt. „Viele Vorschriften sind sehr teuer in der Umsetzung, wie zum Beispiel die im Haus Schild geforderten Standards.“ So müsse sowohl die pädagogische als auch die pflegerische Kompetenz durch einen speziellen Mitarbeiter-Mix wie Heilerziehungspfleger mit zusätzlicher Altenpflegeausbildung gewährleistet werden. „Wir freuen uns immer, wenn Behörden zum Austausch bereit sind und sich vor Ort über unsere Arbeit informieren.“