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Radolfzeller OB Schmidt besucht Behindertenhilfe

16.08.2012 | von apm
Radolfzeller OB Schmidt besucht Behindertenhilfe
Oberbürgermeister Dr. Jörg Schmidt lässt sich von Werkstattleiter Olaf Sigmund (von links) die Arbeitsabläufe erklären. Bild: apm

Wilhelmsdorf - Vom Bodensee nach Wilhelmsdorf kam Dr. Jörg Schmidt, um sich bei den Zieglerschen über Wohn- und Arbeitsangebote zu informieren. Er ist Oberbürgermeister von Radolfzell, jener Stadt, wo jedes Jahr der Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung vergeben wird. »Eine tolle Sache, wo wir immer gerne mit dabei sind«, stellte Sven Lange, Geschäftsführer der Behindertenhilfe der Zieglerschen fest.


Einige der Kunstwerke hängen im »Haus Schild«, einem neuen Gebäude, wo seit einigen Monaten pflegebedürftige Menschen mit Hör- Sprach- und zusätzlicher geistiger Behinderung in Einzelzimmern wohnen. Bereichsleiter Werner Dudichum führte den Gast durch die Stockwerke - und der war total begeistert. »So etwas könnte ich mir in Radolfzell auch vorstellen«, machte er deutlich.
Dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird, das ist gar nicht ausgeschlossen. Denn die Behindertenhilfe der Zieglerschen hat vom Landkreis Konstanz bereits eine Genehmigung für 24 Wohnplätze erhalten. Wo die dann letztendlich entstehen, das ist noch offen. »Radolfzell wäre vom Standort her ideal«, sagte Sven Lange - und der OB hörte das mit sichtlichem Vergnügen.
Dr. Schmidt war sehr beeindruckt von der großen Flexibilität bei der Alltagsgestaltung der Bewohner (sie sind von 40 bis über 90 Jahre alt), der freundlichen Atmosphäre und nicht zuletzt dem hohen Stellenwert, den die Fachlichkeit des Personals einnimmt.

Und das gilt auch für die Arbeitsbereiche in den Rotach-Werkstätten. Dass dort die Zieglerschen damit auch der größte Hersteller von »Ausstecherle« (Backförmchen) in Deutschland sind, das ließ den OB erstaunen. Werkstatt-Chef Olaf Sigmund führte den Gast durch die Räumlichkeiten, wo an ganz unterschiedlichen Arbeitsplätzen »geschafft« wird. Denn eine Arbeit zu haben, das ist auch für Menschen mit Behinderung ein ganz wesentlicher Teil der Lebensqualität.
In den Werkstätten werden aber nicht nur rund 1,5 Millionen Stück Ausstecherformen für Gebäck produziert, man ist auch in den Bereichen Elektromontage und Metall tätig. Zu den Werkstätten gehört auch ein Bioland-Betrieb, wo Gemüse nicht nur gezogen, sondern auch gleich noch für Großverbraucher gewaschen und geschnitten wird. »Wir sind damit der größte Anbieter in der Region«, freute sich Sven Lange.