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Neues Fahrzeug für die Behindertenhilfe

17.08.2015 | von Matthias Borlinghaus
Schlüsselübergabe für Fahrzeug
Schlüsselübergabe: Der neue VW up steht künftig im Dienst der Behindertenhilfe der Zieglerschen in Wilhelmsdorf. Darüber freuen sich (v. l.) Bankvorstand Franz Schmid, Brigitte Fischer, Marketingleiterin Volksbank; Angelika Keremen, Mitarbeiterin beim ambulanten Dienst der Behindertenhilfe und Uwe Fischer, Geschäftsführer Behindertenhilfe.

Gut gelaunt fährt Angelika Keremen mit dem neuen VW up bei der Bankfiliale der Volksbank Altshausen in Wilhelmsdorf vor. „Der läuft prima", freut sich Keremen. Zusammen mit ihrem Chef Uwe Fischer, Geschäftsführer vom Bereich Behindertenhilfe bei den Zieglerschen in Wilhelmsdorf bekommen die beiden die Schlüssel für das neue Fahrzeug offiziell überreicht.

„Wir machen Hausbesuche, unterstützen Menschen mit Behinderung, die selbständig leben können", erklärt die Sozialpädagogin Keremen vom ambulanten Dienst der Behindertenhilfe der Zieglerschen. Auf ein Auto ist der Dienst, über den Keremen und ihre sieben Kolleginnen und Kollegen über 50 Personen betreuen, mehr denn je angewiesen, wie sie sagt. Denn längst nicht alle Klienten wohnen zentral in Wilhelmsdorf. Viele sitzen verstreut in den Dörfern, Weilern und Höfen, irgendwo im Zocklerland. Keremen begleitet die Menschen, wenn es zum Arzt geht oder aufs Amt, steht ihnen bei, um den Alltag zu bewältigen. Oft sind erwachsene Menschen mit Behinderung auch in Gastfamilien untergebracht, in denen Keremen sie aufsucht. Genutzt werden die Autos auch von den ehrenamtlichen Mitarbeitern zum Beispiel für Ausflüge. Kein Wunder, dass das Thema „Mobilität" auch bei der Behindertenhilfe ganz oben auf der Agenda steht. „Mit so einem Auto wird die Einrichtung erheblich entlastet", erläutert Uwe Fischer.
Stationär gibt es bei der Behindertenhilfe aktuell 525 Plätze in Wilhelmsdorf, mit der Haslachmühle, sowie an den weiteren Standorten in Ravensburg, Kluftern und Bad Saulgau. „Wir sind in der Fläche präsent und werden künftig noch stärker dezentral arbeiten, so Fischer". Das Ziel: Dort, wo wir ambulante Dienste aufmachen, sind wir gleichzeitig auch stationärer Anbieter. Wichtig sei, dass die Menschen mit Behinderung in der Gemeinde ankommen und auch angenommen werden.
„VR-Mobile sieht man überall fahren. Das ist auch für uns eine tolle Werbung und künftig dürften es noch mehr werden", freut sich Marketingleiterin Brigitte Fischer. Das Geld kommt aus dem VR-GewinnSparen. Beim VR-GewinnSparen handelt es sich um einen Sparvertrag über 10 Euro, davon werden 2,50 Euro separiert, 1,87 Euro davon gehen in die Verlosung - zuletzt im Mai zum Beispiel hatte ein Gewinnsparer einen BMW X3 gewonnen. 63 Cent pro Los fließen als Zweckerträge in soziale Projekte mit ein. Aus diesen 63 Cent kommen pro Jahr über 30.000 Euro zusammen. Ein Großteil davon geht in die Jugendförderung auf Vereinsebene, der Rest geht in die Alten- und Seniorenhilfe. Hier spielt das VR-Mobil die zentrale Rolle.
An den Start ging das landweite Projekt VR-Mobil vor sieben Jahren. Aktuell sind bereits 797 Fahrzeuge im Land unterwegs. Im Schnitt kommen jedes Jahr zwischen 100 und 150 neue Fahrzeuge dazu. Ziel des Gewinnsparvereins Baden-Württemberg sei es, in zwei Jahren die 1000er-Grenze zu knacken. Im Altshausener Bankgebiet ist nun schon das achte Fahrzeug unterwegs. Für die Zieglersche ist es das zweite Fahrzeug, die weiteren sechs sind bei der Sozialstation St. Josef im Einsatz. „Das hilft uns sehr", bedankte sich Uwe Fischer.
Bankvorstand Franz Schmid legt Wert auf den Hinweis, dass die Fahrzeuge nicht von der Bank direkt, sondern über die Bankmitglieder gespendet werden. „Die Bank gehört 7.000 Mitgliedern und es gibt derzeit 4.000 Gewinnsparlose. Das ist sehr erfolgreich", findet Schmid. Er wünscht sich, dass künftig jedes Mitglied ein Los besitzt. Denn die vielen kleinen Beiträge würden jedem einzelnen nicht wehtun, zusammen genommen kann man damit aber sehr viel bewegen.