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Neuer Förder- und Beschäftigungsbereich der Behindertenhilfe der Zieglerschen in Bad Saulgau

14.03.2013 | von Annette Scherer und Jürgen Schübel

Im Sommer 2012 hat die Behindertenhilfe der Zieglerschen in Bad Saulgau in der Wallstraße ein Wohngebäude für 18 Menschen eröffnet. Nun soll nur einen Steinwurf entfernt auf einem Grundstück des Tennisclubs Bad Saulgau ein weiteres Haus gebaut werden.

Entstehen soll hier ein Förder- und Beschäftigungsbereich für Menschen mit Behinderungen. Er soll auch für Personen offen stehen, die nicht in einer Einrichtung der Behindertenhilfe wohnen. Der Baubeginn ist noch für den laufenden Monat März, Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für November 2013 eingeplant. 15 Menschen, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in einer Werkstatt nicht oder noch nicht erfüllen, sollen hier begleitet, gefördert und betreut werden. Der Schwerpunkt in diesem Bereich liegt auf der individuellen Förderung, Unterstützung und Begleitung zum Ausbau oder Erhalt der Selbständigkeit, der Körperwahrnehmung und Motorik und auch der Kommunikationsfähigkeit. Damit die Klienten auch das Arbeitsleben in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung kennen lernen und damit auch Übergänge in den Arbeitsbereich ermöglicht werden können, steht die Behindertenhilfe in engem Kontakt mit der Werkstatt der OWB in Bad Saulgau. Neben einem großen Gemeinschafts- und Beschäftigungsraum sollen in dem neuen Gebäude zwei Werkräume entstehen, in denen individuelle Förderangebote mit unterschiedlichen Materialien und Kleinstarbeiten durchgeführt werden. Dazu gibt es einen Sport- und Gymnastikraum, ein Kugelbad, einen Kunst- und einen Snoezelenraum. Der Snoezelenraum dient der Verbesserung der sensitiven Wahrnehmung und der Entspannung. „Die neuen Räumlichkeiten können an Abenden und an Wochenenden auch von unseren Bewohnern in der Wallstraße, von Mitarbeitern, von Klienten unseres neuen Büros für Ambulante Dienste in der Paradiesstraße und auch sehr gerne von anderen interessierten Personen oder Gruppen genutzt werden“, erklärt Jürgen Schübel, Projektleiter DeziBel in der Behindertenhilfe. „Wir wünschen uns, dass hier zwanglose Begegnungen möglich sind zwischen Menschen mit und ohne Behinderung“. Bis der Förder- und Betreuungsbereich in der Sternstrasse in Betrieb geht, finden die Förderangebote in angemieteten Räumlichkeiten der ehemaligen japanischen Schule statt.