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MTU-Auszubildende besuchen Behindertenhilfe

08.07.2013 | von Annette Scherer
MTU-Besuch_gr
Gemeinsam mit zehn weiteren Auszubildenden und MTU-Ausbilder Manuel Maier waren Leonie Inhofer (16, Azubi Industriemechanikerin) und Ricarda Wagner (20, Azubi Kauffrau für Bürokommunikation) zu Besuch in der Rotach-Werkstatt. Erwin Kolthoff zeigte ihnen, wie die berühmten Ausstecher-Förmchen hergestellt werden. (Foto: Annette Scherer)

„Reinlegen, runterdrücken, dann Hebel rechts, Hebel Mitte und Hebel links.“ Klare Anweisungen kamen in der Rotach-Werkstatt der Zieglerschen Behindertenhilfe dieser Tage von Erwin Kolthoff.

Denn schließlich sollen die Ausstecherförmchen, von denen die Rotach-Werkstatt pro Jahr über 1 Million Stück herstellt, auch wie üblich sehr gut verarbeitet sein. „Einige unserer über 300 verschiedenen Motive werden bei uns konventionell per Handvorrichtung gefertigt, viele auch mit Halbautomaten“, berichtet Erwin Kolthoff. Am Arbeitsplatz saßen diesmal allerdings nicht wie üblich Menschen mit Behinderungen, sondern die beiden Auszubildenden der MTU Friedrichshafen, Leonie Inhofer (16, Azubi Industriemechanikerin) und Ricarda Wagner (20, Azubi Kauffrau für Bürokommunikation). „Wir wollen sehen, wie der Tagesablauf von Menschen mit Behinderung in einer Werkstatt aussieht und welche Tätigkeiten sie hier verrichten“, erzählen die beiden. Gemeinsam mit zehn weiteren Auszubildenden und MTU-Ausbilder Manuel Maier waren sie zu Besuch in der Behindertenhilfe der Zieglerschen, einer Einrichtung für Menschen mit Hör-Sprach- und zusätzlicher geistiger Behinderung. „Ziel unserer Aktion ist es, dass die jungen Menschen neue Eindrücke sammeln und ihre Sozialkompetenz ausbauen und stärken können“, erklärt Manuel Maier. In einer abschließenden Austauschrunde zeigten sich einige der Besucher überrascht und sehr erfreut über die Herzlichkeit und Neugierde, mit der sie in Wilhelmsdorf empfangen worden sind und auch davon, wie „industrienah“ es in der Rotach-Werkstatt in Wilhelmsdorf zugeht. „ Sie hatten wohl keine hochmoderne CNC-Fräsmaschine erwartet, sondern eher so etwas wie Bastelarbeiten.“, schmunzelt Isabell Kerndl, von der Behindertenhilfe, die die Jugendlichen in Wilhelmsdorf betreut hat.