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Malwerkstatt der Zieglerschen Behindertenhilfe erhält landesweite Anerkennung

30.07.2014 | von Katharina Stohr
Kunstpreis 2014_gr
Schau mir in die blauen Augen: Heide Rumm (4. von links) erhielt mit ihrem Nilpferd den 1. Preis beim landesweiten Wettbewerb „Kunst als Brücke“. Überreicht wurde er von Sozialministerin Katrin Altpeter (6. von links). Foto: Silke Leopold

Mit gleich zwei Kunstpreisen hat sich die Malwerkstatt der Zieglerschen Behindertenhilfe landesweite Anerkennung verschafft. Heide Rumm, 57, erhielt mit ihrer Skulptur „Das Nilpferd“ beim landesweiten Kunstpreis „Kunst als Brücke“ den mit 1.200 Euro dotieren ersten Preis. Dabei wählte die Jury das Nilpferd aus 463 eingereichten Bildern und Skulpturen aus, die von Menschen mit Behinderung geschaffen wurden.

„Die Künstlerin baut mit Vorliebe und in abstrakter Weise an alten Rollatoren oder Rollstühlen, die vom Schrottplatz stammen.“, sagt Silke Leopold, Leiterin der Malwerkstatt. Ihr großer Bezug zu Kuscheltieren animiere sie zudem immer wieder, lebensgroße Tiergestalten aus Pappmaché und Kleister zu fertigen. So auch das preisgekrönte Nilpferd, welches in einen beigen Nerzmantel gehüllt im Rollstuhl Platz nehmen durfte. Seit Kurzem blickt es nun mit blauen Augen interessierten Besuchern im Landratsamt Böblingen entgegen.

Insgesamt 10 Künstlerinnen und Künstler aus der Malwerkstatt der Behindertenhilfe hatten ihre Kunstwerke eingereicht. Neben der Nilpferd-Skulptur wurden Bilder von weiteren acht Künstlern der Malwerkstatt für die anschließende Ausstellung mit 47 Werken im Foyer des Landratsamts Böblingen ausgewählt. Selbige ist noch bis zum 8. August geöffnet. Ausgelobt hatte diesen Kunstpreis das Kulturnetzwerk Blaues Haus, e.V. in Böblingen, Schirmherrin war Sozialministerin Katrin Altpeter. Teilnehmen durften Menschen mit Behinderung, die in Baden-Württemberg wohnen und leben und künstlerkreativ tätig sind, so die Bedingungen.

Über einen weiteren Erfolg beim Lothar-Späth-Förderpreis 2014 der Stadt Wehr darf sich Efklia Grigoriadou, 52, freuen. Mit dem Acryl-Graphit-Bild „Landesgartenschau Sigmaringen“ erhielt sie den Anerkennungspreis für Künstler mit geistiger Behinderung.