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Landrat Gaerte: Die Leute bringen eine enorme Leistung!

16.08.2012 | von apm
Landrat Gaerte bei seinem Besuch in den Rotachwerkstätten
Keine Berührungsängste hatte der Sigmaringer Landrat Dirk Gaerte, als er sich von Sven Lange (Geschäftsführer Behindertenhilfe), Prof. Dr. Harald Rau (Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen) und Werkstattleiter Olaf Sigmund (von links) die Arbeitsabläufe in der WfbM erklären ließ.

Wilhelmsdorf - »Ist ja enorm«, staunte Dirk Gaerte nicht schlecht, als er die Rotach-Werkstätten in Wilhelmsdorf besuchte. Der Landrat des Landkreises Sigmaringen hatte noch Sozialdezernent Frank Veser mitgebracht, um sich über Wohn- und Arbeitsangebote der Behindertenhilfe der Zieglerschen zu informieren. Sven Lange, Geschäftsführer der Behindertenhilfe und vormals Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales im Landratsamt Sigmaringen, freute sich sehr, seinen ehemaligen Chef begrüßen zu können. Zusammen mit Prof. Dr. Harald Rau, dem Vorstandsvorsitzenden der Zieglerschen, machte er deutlich: »Wir haben eine ganze Menge zu bieten.«


Dass die Rotach- Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) Deutschlands größter Hersteller von Backförmchen sind, das wusste der Gast aus dem Nachbarlandkreis bereits, aber was sonst noch produziert und bearbeitet wird, das war ihm neu. Deshalb ließ er sich alles auch genau erklären und Werkstattleiter Olaf Sigmund, auch er kommt aus dem Landkreis Sigmaringen, musste viele Fragen beantworten.
»Der ischt aber neugierig«, stellte ein Werkstattmitarbeiter fest - und hatte damit nicht unrecht. Immerhin durfte er dann zeigen, »wie es geht« Und nach dem Ausprobieren einer Maschine stellte Gaerte fest: »Ist gar nicht so einfach. Die Leute bringen hier eine enorme Leistung.«
Das gilt auch für die Bioland-Gärtnerei, die ebenfalls an die Werkstätten der Behindertenhilfe angegliedert ist. Dort wird Gemüse nicht nur gezogen, es wird auch gleich weiter verarbeitet und als portioniertes Fertigprodukt an Großverbraucher in der ganzen Region verkauft. Die Zieglerschen haben sich damit sogar die Marktführerschaft erobert.

Kompetenz und viele gute Ideen gibt es auch im Wohnbereich, wie beim Rundgang durch das neue Haus Schild festgestellt werden konnte. Dort zeigte Werner Dudichum, Bereichsleiter »Wohnen«, nicht ohne Stolz die Einzelzimmer.
Von den insgesamt über 500 Wohnplätzen der Zieglerschen werden in dem Neubau 42 vorgehalten. Hier wohnen älter werdende pflegebedürftige Menschen mit einer Hör- Sprach- und zusätzlichen geistigen Behinderung. Die Altersgruppe bewegt sich zwischen 40 und über 90 Jahren. Landrat Gaerte und Dezernent Veser lobten die flexible Gestaltung der Tagesstruktur und die hohe Kompetenz des Personals.