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81 Sportler mit geistiger Behinderung wetteifern rund um die Haslachmühle

02.08.2012 | von Katharina Stohr
Haslachmühle-Triathlon 2012
Der Schnellste gewinnt – doch die Freude ist genauso wichtig beim 22. Haslachmühle-Triathlon. (Foto: Katharina Stohr)

Vergangenes Jahr fiel er ins Wasser, in diesem Jahr hatte Petrus ein Einsehen: Wieder einmal erlebten 81 Sportler mit geistiger Behinderung jede Menge Spaß und Spannung beim 22. Special-Olympics-Triathlon in der Haslachmühle.

Ausgerichtet wurde das Sportevent von der Behindertenhilfe der Zieglerschen, einer Einrichtung für Menschen mit Hör-Sprach und zusätzlicher geistiger Behinderung, und der TSG Wilhelmsdorf.

Schnell fährt ein Jugendlicher noch mit nassem Putzlappen über sein großes rotes Dreirad, schließlich soll das Gefährt nachher bei der Disziplin Radfahren ja in der Sonne blitzen. Dann schon ruft Fachschuldirektor Bernd Eisenhardt von der Heimsonderschule Haslachmühle laut zum Start auf die grüne Wiese vor dem Hasenweiler See. Dort warten etwa die Hälfte der Teilnehmenden von 10 bis 56 Jahren in der Gruppe I der Triathleten gespannt auf das Startzeichen. Als Eisenhardt dazu seine ausgestreckten Hände über dem Kopf zusammen schlägt, gibt es kein Halten für die Sportler mehr: Einem kurzen Spurt über die Wiese folgen 40 Meter Schwimmen durch den Hasenweiler See, fünf Kilometer Radfahren und dann nochmals Laufen der restlich verbleibenden 600 Meter bis zur Haslachmühle.

„Das Besondere am Haslachmühle-Triathlon ist für mich, dass so viele verschiedene Sportler mit völlig unterschiedlichen  Voraussetzungen an den Start gehen und ich hoffe, dass alle TeilnehmerInnen wohlbehalten das Ziel erreichen", sagt Bernd Eisenhardt. Doch gibt es keinen Grund zur Sorge: Außer Atem erreichen alle Sportler das andere Ufer und rennen aus dem Gewässer zu ihren Fahrrädern, Dreirädern und Tretrollern, begleitet von unzählig umherfliegenden Wassertropfen. Kurze Zeit später startet die zweite Gruppe mit jüngeren Triathleten und Duathleten und flitzt davon.

Auch bei diesem Triathlon geht es bei aller Freude und allem Spaß darum, wer am schnellsten das Ziel erreicht. Die Mühe lohnt sich: Zwei Schüler erreichen im Triathlon mit der Bestzeit von 14:07 Minuten das Ziel. Allerdings strahlen beim heutigen Wettbewerb nicht nur die Sieger, wie der Blick in zahlreiche Gesichter der Teilnehmenden zeigt. Diese sind aus insgesamt neun Einrichtungen und bis aus Heilbronn und Neckarsulm angereist.