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Erster Spatenstich der Behindertenhilfe in Aulendorf

04.04.2014 | von Annette Scherer
Aulendorf Spatenstich 2014_gr
Gemeinsam mit künftigen Bewohnern und der künftigen Standortleitung in Aulendorf, Karin Roth-Hieke (4. von links), griffen zum Spaten (von links): Rolf Baumann (Kaufmännischer Vorstand der Zieglerschen), Gisela Eberl (Vorsitzende des Heimbeirats der Behindertenhilfe der Zieglerschen), Diana E. Raedler (Sozialdezernentin Ravensburg), Matthias Burth (Bürgermeister Aulendorf), Prof. Dr. Harald Rau (Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen), Manuel Groß (Architekt), Christoph Arnegger (Kaufmännischer Geschäftsführer der Behindertenhilfe der Zieglerschen), Werner Dudichum (Bereichsleiter Wohnen Wilhelmsdorf Behindertenhilfe der Zieglerschen). Foto: Annette Scherer

Der neue Standort der Behindertenhilfe der Zieglerschen in Aulendorf nimmt Gestalt an. Heute war an der Ecke Ebisweiler Straße/Schützenstraße gegenüber dem Parkplatz der Schwabentherme der erste Spatenstich für das neue Wohn- und Förderangebot.

Auf dem über 3000 m² großen Hanggrundstück soll bis Mai 2015 ein Wohnangebot für 18 Menschen plus ein Kurzzeitunterbringungsplatz entstehen. Daran angegliedert wird ein Förder- und Betreuungsbereich für 13 Menschen. Hier werden Menschen ihren Tag verbringen, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in einer Werkstatt nicht oder noch nicht erfüllen. Sie sollen hier begleitet, gefördert und betreut werden. Der Bereich soll auch für Menschen offen stehen, die nicht in einer Einrichtung der Behindertenhilfe leben.

Mit dabei beim ersten Spatenstich waren auch künftige Neu-Aulendorfer, deren Angehörige und die künftige Standortleiterin Karin Roth-Hieke. Für die künftigen Bewohner des Hauses wurden die Grußworte in die Gebärdensprache übersetzt, die in der Spezialeinrichtung für Menschen mit Hör-Sprach- und zusätzlicher geistiger Behinderung lange Tradition hat. „Uns ist es wichtig, unsere künftigen Bewohner und deren Angehörige von Anfang an in dieses Projekt mit einzubinden“, erklärte Christoph Arnegger, Kaufmännischer Geschäftsführer der Behindertenhilfe. Und: „Aulendorf soll nicht nur Aufenthaltsort, nein, Aulendorf soll Heimat werden für unsere Klienten. Das wünschen wir uns. Und wir sind zuversichtlich, dass dies mit Ihrer Unterstützung auch gelingen wird.“ Er informierte darüber, dass das rund 1200 m² große Gebäude im zweiten Quartal 2015 fertig gestellt und dann auch gleich mit Leben gefüllt werden soll.

Das Gebäude wird zwei Baukörper umfassen, die durch ein gemeinsames Treppenhaus und einen Aufzug verbunden sind. Der Zugang wird über die Ebisweilerstraße erfolgen. Aufgrund der Hanglage umfasst das Eingangsgeschoss nur den rechten Gebäudeteil. Hier befindet sich künftig eine Wohngemeinschaft für 4 Personen Im Erdgeschoss entstehen zwei Wohnungen mit Platz für insgesamt fünf Personen und im linken Gebäudeteil der Förder- und Betreuungsbereich mit großem Garten. Im Obergeschoss werden sich- aufgeteilt in zwei Wohnbereiche- neun Einzelzimmerzimmer, ein Zimmer für Kurzzeit-Wohnen und das Pflegebad befinden.

Arnegger‘s besonderer Dank galt allen, die die Behindertenhilfe der Zieglerschen unterstützt, ermutigt und so dazu beigetragen haben, dass mit dem Bau nun begonnen werden konnte. Er dankte Sozialdezernentin Diana E. Raedler vom Landkreis Ravensburg für die Unterstützung des Vorhabens. Sein besonderer Dank galt Bürgermeister Matthias Burth, dem gesamten Gemeinderat sowie der Stadtverwaltung Aulendorf. „Es ist schön, dass wir bei Ihnen in Aulendorf willkommen sind“, erklärte er.

Das Projekt wurde unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und durch die Aktion Mensch e.V. Es handelt sich um eine Fördersumme in Höhe von rd. 1,2 Mio. Euro. „Ohne diese großzügige Förderung wären neue Standorte in Städten und Gemeinden kaum finanzierbar“, erklärte Christoph Arnegger.

Die Segnung übernahmen die beiden ortsansässigen Pfarrer Anantham Antony (Kath. Kirche St. Martin) und Gebhardt Gauß (Evang. Kirche). Nach dem obligatorischen Pressefoto ging es zur Stärkung ins Bistro der Schwabentherme, wo bereits die flotten Rotachtaler zur Unterhaltung aufspielten.