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Erlebnispädagogik in der Fränkischen Schweiz

29.10.2012 | von Mark Krämer
Erlebnispädagogik in der Fränkischen Schweiz
Spannende Tage erlebte eine Gruppe aus der Behindertenhilfe bei der Erlebnispädagogischen Freizeit in der Fränkischen Schweiz.

Wie schon in den vergangenen Jahren, gab es auch dieses Jahr wieder eine erlebnispädagogische Freizeit für Bewohner der Behindertenhilfe. Ziel war die Fränkische Schweiz.

Neben 21 Teilnehmern und 8 Mitarbeitern war auch wieder die Wildnisschule „ROOTS“ mit im Boot, die für die Ausgestaltung der erlebnispädagogischen Anteile verantwortlich war. Im Vorfeld wurde abgesprochen, dass ein Klettersteig, eine Schlauchkanadierfahrt auf der Pegnitz und eine Höhlenbegehung auf dem Programm stehen sollten. Nach Anfahrt mit Bus und Bahn ins schöne Pegnitztal nördlich von Nürnberg wurde die urige, mitten im Wald liegende Falkenhütte bezogen, die für die kommenden vier Tage unser Ausgangsquartier sein sollte. Eine große Terrasse war in den folgenden Tagen Esszimmer, Aufenthaltsraum und Besprechungszimmer zugleich und das gebuchte Kaiserwetter ermöglichte ein Outdoorfeeling der besonderen Art. Am ersten Tag war der Hohenglückssteig unser Ziel. Er bot – insbesondere durch seine zum Teil alpin anmutenden Kraxelpassagen- für alle Teilnehmer jede Menge Abwechslung und Grenzerfahrungen. Am zweiten Tag stand eine Befahrung der Pegnitz mit Schlauchkanadiern an und nachdem sich Zweier- und Dreierteams als Bootsbesatzungen gefunden hatten, ging’s in mehr oder minder gemächlichem Tempo die wildromantisch sich durchs Tal schlängelnde Pegnitz hinunter. Ein tolles Erlebnis für alle, da in jedem Boot schnell klar war, dass Ufergehölz- umschiffen oder „Stromschnellen“ -bezwingen nur in Teamarbeit möglich ist. Der letzte EP- Tag sollte ein ganz besonderes Erlebnis werden: Mit der Begehung der Bismarckgrotte stand ein Ausflug in die „Unterwelt“ auf dem Programm, der sich von einem Besuch einer „gezähmten“ Höhle wie z.B der Bärenhöhle gravierend unterscheidet. Denn dort gibt es keine festen Zugangswege, sondern nur ein dunkles Loch zum Abseilen, kein Licht im Inneren außer den mitgebrachten Stirnlampen und mancher Weg bzw. Durchschlupf ist so eng, dass man sich gerade mal so durchzwängen konnte. Auch hier zeigte die Truppe, was in Teamwork alles möglich ist. Stolz und voller neuer Eindrücke wie z.B das Kennenlernen von totaler Dunkelheit kehrte die Truppe abends zurück zur Hütte. Wiederum mit Bahn und Bus wurde am 5. Tag die Heimreise angetreten, wo alle erschöpft aber überglücklich auf eine eindrucksvolle EP- Freizeit 2012 zurückblicken konnten. Besonderen Dank an dieser Stelle an unseren „Headcoach“ Max Gwinn, das ganze EP- Team und das Superteam von „Roots“, das bei allen Unter-nehmungen ein absolutes Gefühl der Geborgenheit vermittelt hat und an alle Unterstützer der Freizeit- insbesondere auch an den Förderkreis und die Johannes-Ziegler-Stiftung.