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Anne Cless informiert sich über Arbeit der Behindertenhilfe

02.10.2012 | von Katharina Stohr
Anne Cless besucht Behindertenhilfe
Besuch aus dem Sozialministerium Stuttgart: Anne Cless (dritte von links), Leiterin des Referats Menschen mit Behinderung, informierte sich über die Arbeit der Behindertenhilfe der Zieglerschen vor Ort. Hier auf dem Kooperationsbetrieb der Familie Kesenheimer, der Reitanlage Rotachmühle. (Foto: Katharina Stohr)

Bei diesem Besuch wollte auch Hofhund Alfred von der Reitanlage Rotachmühle in Zussdorf dabei sein und sprang vor Aufregung durch die Menge:

Anne Cless, Leiterin des Referats Menschen mit Behinderung im baden-württembergischen Sozialministerium war aus Stuttgart angereist, um sich vor Ort über die Arbeit der Behindertenhilfe der Zieglerschen zu informieren. Vom Fachlichen Geschäftsführer Sven Lange begleitet, war eine der Stationen dabei der Kooperationsbetrieb von Josef und Steffi Kesenheimer in Zussdorf. Dort werden derzeit drei Menschen mit Behinderung aus den Rotach-Werkstätten der Behindertenhilfe in den Arbeitsbereich der Reitanlage integriert. So auch Martin Baur, dessen Arbeitsplatz von der Werkstatt für behinderte Menschen teilzeitweise zu den Kesenheimers ausgelagert ist und der an drei Tagen pro Woche und jedes zweite Wochenende im Pensionspferdestall und im Reitschulbetrieb tatkräftig zupackt. „Hier bin ich mehr in der freien Natur, mähe Gras mit der Motorsense und dann bin ich wieder bei den Pferden im Stall“, sagt der junge Mann. „Martin ist ein Gentleman“, erklärt Josef Kesenheimer. „Wenn eine unserer Pferde-Einstellerinnen einen Wunsch hat, dann ist er sehr hilfsbereit und erfüllt ihn sofort.“ Beispielsweise müsse er öfters mal auf der Koppel ein Pensionspferd von der Herde wegholen und seiner Besitzerin übergeben. „Es ist ein Glücksfall, jemanden wie die Kesenheimers vor Ort zu haben, die diese Integrationsarbeit mit Leidenschaft machen“, sagte Sven Lange und lobte den Idealismus des engagierten Ehepaares. „In der Industrie und im Handwerk ist es sehr schwer, Menschen mit Behinderung unterzubringen“. Oft herrsche in diesen Arbeitsbereichen Zeitmangel und daher sei die Umsetzung der von der Landespolitik geforderten Integration im Alltag sehr herausfordernd. „Man braucht für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung Zeit und darf keinen Druck ausüben“, pflichtete Josef Kesenheimer bei. Anne Cless zeigte sich sehr angetan von der Arbeit vor Ort: „Ich finde es Klasse, was Sie machen.“