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Behindertenhilfe weiht Gebäude in Bad Saulgau ein

27.11.2012 | von Annette Scherer
Einweihung Wallstraße
Diakon Christof Lotthammer sprach den Segen und Werner Dudichum (Bereichsleiter Wohnen Wilhelmsdorf) übersetzte ihn in die in der Einrichtung gebräuchliche Gebärdensprache. (Foto: Annette Scherer)

Mitten in Bad Saulgau, in der Wallstraße gegenüber der Tennisanlage des TC Bad Saulgau, ist auf über tausend Quadratmetern ein neues Gebäude der Zieglerschen entstanden. Zwei hell und modern gestaltete Wohnhäuser, die durch einen kleinen Zwischenbau verbunden sind, sind jetzt die Heimat von Klienten der Zieglerschen Behindertenhilfe.

Am vergangenen Freitag wurden die Wohnhäuser jetzt ganz offiziell eingeweiht. Für alle Freunde und Interessierten gab es einen Tag der offenen Türe. Einige der Klienten sind bereits im Juli umgezogen und haben sich in ihrer neuen Umgebung schon sehr gut eingelebt. „Bad Saulgau ist spitze- da kann man vom Zimmer direkt auf die Terrasse gehen!“ freut sich Isabelle. Und Ernst genießt es, jetzt im gleichen Ort zu leben wie sein Bruder. „Es gab hier in Bad Saulgau schon sehr viele Kontakte und Begegnungen. Wir fühlen uns in den Vereinen, Schulen und bei den Nachbarn und Mitbürgern sehr willkommen. Wir danken der Stadtverwaltung Bad Saulgau, dem Landkreis in der Person des Landrats sowie dem Sozialdezernat und der Sozialplanung, die uns sehr unterstützt und mit guten Ideen zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben. Ebenfalls danken wollen wir allen an der Erstellung des Gebäudes beteiligten Handwerkern und natürlich allen Bad Saulgauern, die uns hier an unserem neuen Standort so freundlich begegnen“, erklärt Sven Lange, Fachlicher Geschäftsführer in der Behindertenhilfe. „Aktion Mensch und der KVJS Baden-Württemberg haben dieses Projekt durch ihre großzügige finanzielle Unterstützung ermöglicht- dafür danken wir an dieser Stelle. Denn die wohnortnahe Unterbringung von Menschen mit Behinderung in kleineren dezentralen Gebäuden ist zwar politisch gewollt, wird aber momentan von der öffentlichen Hand noch nicht ausreichend gefördert“, ergänzt Christoph Arnegger, Kaufmännischer Geschäftsführer in der Behindertenhilfe. Haus 18 bietet für insgesamt zehn Bewohner mit geringerem Unterstützungsbedarf zwei großzügige Vierer-Wohngemeinschaften und eine einladende Zweier-WG, daneben ein Büro, einen Multifunktionsraum und Nebenräume. Im zweiten Gebäude befinden sich neun gemütliche Zimmer für Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf, ein Dienstzimmer, ein größerer Aufenthaltsbereich und Nebenräume. Im Obergeschoss befindet sich hier auch noch eine Zweier-WG. Vieles, was bisher zentral von Service-Personal übernommen wurde, wird jetzt in Bad Saulgau von Klienten und Mitarbeitern selber erledigt. Denn die Häuser sind in der Alltagsgestaltung auf Selbstversorgung angelegt- Klienten und Mitarbeiter kaufen gemeinsam ein und übernehmen die Gartenpflege selber. Den Rasen mäht übrigens meistens Fritz. Und der findet seinen neuen Job toll.