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Herbstfest des Karlsstifts, im Oktober 2015

02.11.2015 | von Iris Schmid
Herbstfest im Karlsstift
Foto: Iris Schmid

„Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder“ – da braucht es keine lange Suche nach Themen für ein zünftiges Herbstfest, wie es das Karlsstift am Mittwoch gefeiert hat. Gaumenfreuden wie Salz- und Zwiebelkuchen, dazu neuer Wein, sind das Gebot der Stunde.


Aber so ein Herbstfest, wie es im Karlsstift gefeiert wurde, hat mehr zu bieten als Kulinarisches, ist es doch ein Forum für den hierzulande heißgeliebten deutschen Wald und seine Vergnügungen.
Das Herbstfest im Schorndorfer Karlsstift zum Beispiel bot Anlass zum Graben in der umfänglichen Truhe von Spottliedern, die sich besonders gern die Jäger als Ziel nehmen. Etwa jenen, der, so das Volkslied, nächtlicherweile längs des Weihers ging und sich ganz schrecklich fürchtete. Vor einem Häschen, das im Mondenschein spielte, mit leuchtenden Augen, wie sich heraus-stellte. Lauf Jäger, lauf Jäger, lauf, lauf, lauf…

Ach schön ist auch die Heide und ebenso der deutsche Wald. Das wurde spätestens bei den Quizfragen deutlich, die diesen Wald betrafen und von den Karlsstift Bewohnern mühelos treffend beantwortet wurden.
Kein schöner Land in dieser Zeit also, wie es das Lied sagt und am Ende noch das Gedicht vom „fliegenden Robert“, der mit aufgespanntem Schirm entschwindet.

Was braucht es da die Vielzahl von Rätselshows und Quizsendungen im deutschen Fernsehen?
Das Karlsstift schafft das alles in Eigenbau. Kein Wunder, dass die Chefin des Hauses (Hannelore Gogolinski) stolz ist auf ihre Mitarbeiter.

Autor: Iris Schmid, Bewohnerin des Karlsstifts, Beruf Journalistin