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Förderverein spendet Jakobusaltar

30.11.2012 | von Marina Ilg und Catharina Schultheiß
Der Jakobusaltar im Gemeindepflegehaus Härten
Der Jakobusaltar im Gemeindepflegehaus Härten. Irma Grams ist Bewohnerin und verantwortlich für die Organisation der wöchentlichen Andachten.

Der Förderverein des Gemeindepflegehauses Härten in Wannweil hat dem Gemeindepflegehaus ein großes Geschenk gemacht: ein mobiler Altar auf Rollen, der allen Bewohnern sowie den haupt- und ehrenamtlich Tätigen bei der Seelsorgearbeit im Haus große Dienste leisten wird.

Ein Exemplar wurde bei der letzten Mitgliederversammlung vorgestellt, und der Vorstand beschloss nach gründlicher Überlegung seine Anschaffung. Dies fiel besonders leicht, weil die Aufrufe zu Spenden in der Kirchengemeinde, durch Erlöse beim Weihnachtsmarkt und Kollekten aus dem Gottesdienst sowie überwältigende Beiträge von Privatpersonen bald den nötigen Betrag zusammenbrachten. Der Name des Altars spielt auf die Pilger an, die auf dem Weg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago di Compostela ihren christlichen Glauben (er-)leben wollen.

Der Altar hat seinen festen Platz in der Cafeteria bei den wöchentlichen Andachten. In ähnlicher Funktion erfüllt er aber auch den Raum für eine Besinnung am Krankenbett oder bei der Begleitung und Aussegnung Sterbender.
Das Grundelement ist ein 50 mal 50 cm großer und 90 cm hoher Korpus, der mit seinem veränderbaren Aufsatz Platz für eine Bibel, Kerzen, ein Kreuz oder Abendmahlgeschirr bietet. Im abschließbaren Unterteil ist Stauraum für die beweglichen Gegenstände. Die Tischplatte ist wie ein Triptychon aufklappbar und trägt wahlweise verschiedene Bildmotive. Und hier tritt ein besonderer Vorteil des Altars hervor: In kürzester Zeit und mit wenigen Handgriffen verwandelt er sich in Nachttischgröße und kann ohne großen Aufwand auf Rollen in jedes Zimmer geschoben werden.

"Er fokussiert den Blick, ist hell und klar", so und ähnlich positiv antworteten einhellig Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Seelsorger auf die Frage, was ihnen am Altar besonders gefalle. Er verweise auf den Jakobusweg, bei dem sich Pilger auf den Weg machen. Darin spiegele sich auch der Weg alter Menschen und ihre "Strecke", die sie schon hinter und auch noch vor sich haben. Sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch das Team des Gemeindepflegehauses freuen sich über diese ungewöhnlich Spende, die nun das seelsorgerliche Leben des Hauses bereichert, und Hausleiterin Christine Wagels dankte im Namen aller dem Förderkreis für sein großes Engagement.