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Die Zieglerschen fordern Nachbesserungen bei der neuen Personalverordnung für stationäre Einrichtungen

08.09.2015 | von Jacqueline de Riese

Weil gute Pflege starke Teams braucht, müssen Personalschlüssel in Pflegeheimen praxistauglich sein, fordert die Altenhilfe der Zieglerschen. / Foto: Matthias Kaiser

Das Sozialministerium hat im Juli 2015 die personellen Anforderungen an stationäre Einrichtungen mit dem Ziel eines flexibleren Personaleinsatzes – ohne die Qualität der Betreuung zu beeinträchtigen – in einem Entwurf neu geregelt.

Die Zieglerschen begrüßen diesen Schritt von Seiten der Regierung, sehen allerdings an einigen Punkten - aus Sicht der Praxis und Nachvollziehbarkeit - einen wichtigen Überarbeitungs- und Nachbesserungsbedarf. Deshalb hat sich Sven Lange, Geschäftsführer in der  Altenhilfe der Zieglerschen, mit den einzelnen Punkten der neuen Verordnung auseinandergesetzt. Mit einer vierseitigen Stellungnahme zum Entwurf der Verordnung des Sozialministeriums über personelle Anforderungen für stationäre Einrichtungen (PersVO) wand sich Sven Lange direkt mit Verbesserungs- und Konkretisierungsvorschlägen an die verantwortlichen Stellen. „Zum Wohl unserer Bewohner und Mitarbeiter hoffen wir auf eine Überprüfung und Nachbesserung bei diesem Gesetzestext“, so Sven Lange.

Sven Lange Fordert Nachbesserungen beim Entwurf der neuen Personalverordnung: Sven Lange, Geschäftsführer in der Altenhilfe der Zieglerschen./ Foto: Katharina Stohr

Als Knackpunkte des Gesetzes sehen Die Zieglerschen z.B. folgende Punkte:

  • Die offene Formulierung im Bereich von Sonderregelungsbedingungen
  • Die Interpretationsmöglichkeiten im Bereich der Heimaufsicht
  • Die Qualitätsdefinition bei Absenkung der Fachkraft-Quote
  • Die fehlende Nachvollziehbarkeit von Vorgaben

Beispielsweise ist die Vorgabe von einer Pflegekraft im Nachtdienst für 40 Bewohner bei einer Wohngruppengröße von 15 Personen nicht praxistauglich. Eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl in der Nachtschicht befürworten die Zieglerschen. Allerdings sehen sie durch das Refinanzierungsproblem die Gefahr von Arbeitsverlagerung in die Nachtschicht. Dies widerspricht sich aber mit der Zielsetzung der Verordnung, die Betreuungsqualität der Bewohner zu erhöhen.

Die komplette Stellungnahme können Sie hier nachlesen.
Allerdings wird auch die Zukunft zeigen, wie praxistauglich die neue Personalverordnung ist.