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9000 Unterschriften für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege

17.09.2013 | von Claudia Mann
Übergabe Unterschriften
Bei der Übergabe der Unterschriften mit dabei: Unsere Regionalleiterin Dagmar Hennings (zweite von rechts).
Mit zwei riesigen Paketen bepackt hatte sich eine Gruppe von Pflegedienstleitungen zu Sozialministerin Katrin Altpeter aufgemacht. Im Ministerbüro überreichten sie ihr fast 9.000 Unterschriften. Die Ministerin kündigte an, zu einem Runden Tisch Pflege in Baden-Württemberg einzuladen.

Bei der Übergabe betonte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg: „Uns als Diakonie geht es um die Menschen- um die Pflegebedürftigen und die Pflegenden." Trotz des großen Engagements der Mitarbeiter in der Pflege sei die Grenze der Belastbarkeit erreicht. „Wir brauchen Rahmenbedingungen, die den engagierten Mitarbeitern eine gute Arbeit auch ermöglichen", sagte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann

Die Aktion geht zurück auf das von ihnen formulierte Memorandum „Pflege braucht bessere Rahmenbedingungen", das Altpeter am 25. Juni 2013 entgegengenommen hat. Viele der danach in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten ausgelegten Unterschriftenlisten sind zurückgeschickt worden - mit Unterschriften von Pflegekräften, Angehörigen von Pflegebedürftigen und anderen Unterstützern.

„Pflege braucht bessere Rahmenbedingungen" ist die Forderung des Memorandums. Fast 9000 Menschen haben auf den Unterschriftenlisten, die in den Altenpflegeinrichtungen der Diakonie Württemberg auslagen, unterschrieben. Pflegekräfte, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen fordern eine Stärkung der Pflegeversicherung, die Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und die Entbürokratisierung der Pflege.

Sozialministerin Altpeter bedankte sich für die Unterschriften. „Die Reform der Pflegeversicherung ist eines der dringlichsten Vorhaben der neuen Bundesregierung" sagte die Sozialministerin. Darüber hinaus kündigte sie die Einrichtung eines Runden Tisches Pflege an. Pflege sein ein wichtiges Thema, das nun angegangen werden müsste. Denn ohne ausreichend Zeit der Mitarbeitenden könne eine gute Pflege nicht gewährleistet werden.

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