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28.06.2011

Unified Volleyballer sind in Griechenland

Dreiköpfige Jugenddelegation aus Wilhelmsdorf nimmt zeitgleich an einem Jugendkongress in Athen teil


Start nach Athen: Die Unified Volleyballer, hier bei der Abreise auf dem Flughafen in München, sind jetzt Griechenland.

Vor einer Woche ist das Unified Volleyballteam aus Wilhelmsdorf nach Griechenland gestartet. Die Athleten und ihre Partner sowie die drei Coaches freuen sich, bei den Weltspielen Special Olympics für Deutschland mit dabei zu sein. „Wir haben viel trainiert und uns gut auf Griechenland vorbereitet“, berichteten sie. Zunächst ging die Reise auf die Insel Korfu. Dort hatte das deutsche Olympia-Team vier Tage Zeit, sich zu akklimatisieren. Jetzt haben die Wettkämpfe begonnen. Es werde ein ganz normales Turnier gespielt – mit Vorrunde, Gruppenphase, Viertel- und Halbfinale sowie Spiel um Platz drei und Finale, so Coach Michael Stäbler. Insgesamt nehmen an den Special Olympics in Athen 7500 Athleten und 2500 Trainer in 22 Sportarten teil. Die deutsche Delegation besteht aus 167 Athleten und Unified-Partnern sowie 60 Trainern. Das Unified Volleyballteam der Kooperationspartner TSG Wilhelmsdorf und Behindertenhilfe der Zieglerschen ist vom Präsidium von Special Olympics Deutschland für Athen nominiert worden, nachdem es erfolgreich an nationalen und internationalen Turnieren teilgenommen hatte. Zeitgleich mit den erfolgreichen Unified Volleyballern ist auch ein dreiköpfiges Unified Jugendteam in Griechenland zu Gast. Bettina Lehmann, Dennis Kutzner und Raphael Stäbler wurden für Deutschland für den internationalen Jugendkongress Global Youth Summit nominiert, der vom 23. Juni bis 5. Juli in Athen stattfindet. „150 Teilnehmer aus 50 Nationen nehmen daran teil“, berichtet Raphael. Für die 14 aus Europa gemeldeten Länder wurden sieben Delegationen nominiert. „Und wir Wilhelmsdorfer sind mit dabei“, freuen sich die drei. Ziel des jedes Jahr an einem anderen Ort stattfindenden internationalen Jugendgipfels sei es 2011, die Belange und Bedürfnisse von jungen Sportlern mit Behinderung zu thematisieren und stärker zu berücksichtigen, erklärt Raphael. Seit April haben sich Bettina, Dennis und er regelmäßig getroffen, um sich auf den Youth Summit vorzubereiten. „Wir haben mit Dennis Fragen formuliert, Diskussionsthemen überlegt und vieles mehr“, so Raphael. Bettina, die das Gymnasium in Wilhelmsdorf besucht, übernehme für Dennis in Athen die Übersetzungen, denn: Kongresssprache ist Englisch. „Wir werden alles über unsere Kongressteilnahme sorgfältig dokumentieren und bereits während unseres Griechenlandaufenthalts aktuell ins Internet stellen“, sagte Bettina. Die oberschwäbische Jungenddelegation hat sich übrigens ein originelles Mitbringsel für die anderen 147 Kongressteilnehmer ausgedacht: eine nach einem leckeren Rezept gebackene Hand als Freundschaftssymbol- dazu die passende Ausstecherform, die in der Wilhelmsdorfer Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Zieglerschen gefertigt wurde. Ergänzt wird das Geschenk durch das Backrezept und ein Bild des Wilhelmsdorfer Teams. „Unser Geschenk soll als Symbol der Freundschaft uns alle miteinander verbinden“, sagt Dennis, der sportlich im Fußball, Volleyball und Schwimmen aktiv ist.

Barbara Müller

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