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18.10.2011

Erster Spatenstich in Bad Saulgau

Neue Lebensräume für Menschen mit Behinderungen


Erster Spatenstich in Bad Saulgau: In der Wallstraße bei den Tennisplätzen entsteht ein neuer Standort der Behindertenhilfe. (Foto: Annette Scherer)

Mittendrin statt außen vor- so erlebten Rosmarie und Sabine, zwei von 14 Bewohnern am künftigen neuen Standort der Zieglerschen Behindertenhilfe in Bad Saulgau, diesen ganz besonderen Tag: Gemeinsam mit Silke Fischer, die die Standortleitung im neuen Gebäude in der Wallstraße in Bad Saulgau übernehmen wird, betätigten sie sich als Spatenstecher beim Ersten Spatenstich für das neue Gebäude. Ebenfalls zu Helm und Spaten griffen an dem Tag Prof. Dr. Harald Rau (Vorstandsvorsitzender „Die Zieglerschen“), Gisela Eberl (Vorsitzende Heimbeirat "Die Zieglerschen- Behindertenhilfe"), Richard Striegel (1. Beigeordneter Stadt Bad Saulgau), Rolf Baumann (Kaufmännischer Vorstand „Die Zieglerschen“), Franz Josef Schnell (Finanz- und ehemaliger Sozialdezernent Landkreis Sigmaringen), Willi Hiesinger (Kaufmännischer Geschäftsführer "Die Zieglerschen- Behindertenhilfe"), Rainer Walser (Geschäftsführer Walser Holzbau), Sven Lange (Fachlicher Geschäftsführer "Die Zieglerschen- Behindertenhilfe"), Nicole Neudeck (Architektin). Gefeiert wurde im Clubhaus des Tennisvereins Bad Saulgau, zu dem bereits freundschaftliche Beziehungen aufgebaut werden konnten.

Das zukunftweisende Wohnprojekt der Zieglerschen soll zum Ende des 2. Quartals 2012 bezugsfertig sein. Es umfasst zwei mit einem Zwischengang verbundene zweigeschossige Gebäude und wird zur neuen Heimat für 18 Menschen mit Hör-Sprach- und zusätzlicher geistiger Behinderung werden. Ein zusätzlicher Kurzzeitunterbringungsplatz dient bei Bedarf zur Entlastung von Angehörigen oder zum Probewohnen. Die Gebäudeaufteilung orientiert sich architektonisch an der Umgebungsbebauung. Gleichzeitig steht dahinter die Erkenntnis, dass differenzierte Wohnmöglichkeiten auch der Individualität und dem Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderung dienen. So bietet das Haus Nr. 20 Platz für 9 Personen mit einem erhöhten und auch pflegerischen Hilfebedarf- hier findet man eher das klassische Wohnen in einer familienähnlichen Struktur. Die Einzelzimmer sind zwischen 15 und 16 Quadratmeter groß und werden durch einen großzügigen Aufenthalts- und Essbereich inklusive Küche ergänzt. Im Haus Nr. 18 entstehen 3 Wohnungen für insgesamt 10 Personen. Auch in diesem Gebäudeteil haben alle Nutzer ihr eigenes Zimmer. Im Obergeschoss gibt es eine 2-er Wohngemeinschaft, in der Paarwohnen ermöglicht werden kann und eine 4-er Wohngemeinschaft. Alle Wohnungen sind mit einer Küche und einem Aufenthaltsbereich ausgestattet. Hier können Personen einen individuellen Lebensraum finden, die in einer Wohnung mit anderen Personen leben möchten und ein gewisses Maß als Selbständigkeit mitbringen.

Annette Scherer

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