20.12.2011
Richtfest der Zieglerschen in Bad Saulgau
"Ein gutes Stück weiter auf dem Weg der Inklusion"

Neben dem gemeinsamen Feiern standen beim Richtfest auch Führungen durch den Neubau mit auf dem Programm. Sven Lange, Fachlicher Geschäftsführer der Zieglerschen Behindertenhilfe (ganz rechts), Gernot Maier, Vorsitzender des Tennisclubs Bad Saulgau (2. von rechts) und Professor Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen (4. von rechts) freuten sich über die zahlreichen Gäste. (Foto: Annette Scherer)
Die Behindertenhilfe der Zieglerschen ist eine Einrichtung für Menschen mit Hör-Sprach- und zusätzlicher geistiger Behinderung mit den Hauptstandorten Wilhelmsdorf und Horgenzell.
Damit alle verstehen konnten, was gesprochen wurde, wurden Richtspruch und Segen beim Richtfest erstmalig in die in der Einrichtung gebräuchliche Gebärdensprache übersetzt. „Das ist für uns ein wichtiger Schritt zur von der UN-Behindertenrechtskonvention geforderten Inklusion, zum selbstverständlichen Dazugehören von Menschen mit Behinderung. Denn nur wenn Informationen auch in ihre Sprache übersetzt werden, können sie von unseren Bewohnern auch dementsprechend aufgenommen werden“, erklärte Sven Lange, Fachlicher Geschäftsführer der Behindertenhilfe.
Professor Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen, erklärte, man sei mit dem neuen Angebot in Bad Saulgau auf dem Weg der Inklusion ein gutes Stück weiter gekommen. Er sprach den Wunsch aus, das zweite große Bauprojekt der Zieglerschen in Bad Saulgau, möge ein „wirkliches Haus fürs Leben“ werden - gemäß dem Claim der Zieglerschen: „Erfüllt mit Leben“.
Wenn weiterhin alles nach Plan verläuft, wird das neue Gebäude bis zum Ende des 2. Quartals 2012 bezugsfertig sein. Zwei mit einem Zwischengang verbundene eingeschossige Gebäude sollen zur neuen Heimat für 18 Menschen mit Behinderung werden. Zusätzlich wird es noch einen Kurzzeitunterbringungsplatz geben, der bei Bedarf zur Entlastung von Angehörigen oder zum Probewohnen dienen soll.
Annette Scherer

Behindertenhilfe