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02.06.2009 - Haslachmühle

Mit oder ohne Behinderung - der Alltag von Schülern ist vergleichbar

Gymnasiasten aus Wilhelmsdorf rufen Projekt mit Heimsonderschülern ins Leben


Ein neues Projekt innerhalb der Kooperation zwischen dem Gymnasium Wilhelmsdorf und der Heimsonderschule Haslachmühle der Zieglerschen hat in diesem Jahr erstmals erfolgreich stattgefunden. Im Rahmen des Seminarkurses „Eventmanagement“ der zwölften Klasse wurde das Projekt „Erweiterung der Sportkooperation Gymnasium-Haslachmühle“ ins Leben gerufen. Die Heimsonderschule Haslachmühle ist eine Schule für Kinder mit geistiger Behinderung und zusätzlicher Hör- Sprachbehinderung.

„Die Projektarbeit hat uns viel Spaß gemacht“, so Emma Fischer und Miriam Hörth, Schülerinnen des Seminarkurses des Gymnasiums Wilhelmsdorf. „Wir wollten zeigen, dass sich das Alltagsleben behinderter und nicht behinderter Menschen gar nicht so stark unterscheidet wie man manchmal denkt.“

Die jährlich stattfindende Sportkooperation zwischen der 11. Klasse und der Haslachmühle wurde um einige Bausteine erweitert, um den TeilnehmerInnen einen tieferen Einblick in den Umgang mit geistig Behinderten Menschen zu geben. Emma und Miriam entwickelten und planten im Rahmen des Seminarkurses die Veranstaltungen, warben bei den SchülerInnen der 11. Klassen um Beteiligung und führten die Events durch.

„Schon im Dezember bekamen wir eine Einführung in das Thema Behinderung. Ende Januar und Mitte Februar wurden zwei gegenseitige Schulbesuche durchgeführt“ erzählen die Schüler der elften Klassen. „Wir erhielten einen informativen  Einblick in das Schulsystem der Haslachmühle“, berichten sie. Bernd Eisenhardt, Fachschuldirektor der Heimsonderschule und Michael Stäbler, Sportlehrer, nahmen sich Zeit für die vielen Fragen der 11.-Klässler. „Wir wussten zum Beispiel gar nicht, dass auch ein geistig behindertes Kind Schulpflicht hat“, so Projektteilnehmerin Judith Jäger. Nach gemeinsamem Unterricht, unter anderem in Technik und Werken oder den Proben der Schulband, ließen die Schüler beider Schulen den gemeinsamen Vormittag im Schülercafé „Relax“ ausklingen.

„Von der Projektidee sowie der Planung und Umsetzung der Veranstaltungen sind wir begeistert“ so Projektbegleiter Michael Stäbler und Helmut Müller. „Das Projekt soll in Zukunft unbedingt weitergeführt werden.“ Auch den beiden Schülerinnen Emma Fischer und Miriam Hörth liegt es am Herzen, dass die Ergänzungen künftig zum festen Bestandteil des Kooperationsprojektes werden. Ein Leitfaden zur Umsetzung ist erstellt. „Mit unserem Projekt wollen wir den Schülern die Möglichkeit geben, ein bisschen mehr Zeit als nur den Sportunterricht gemeinsam zu verbringen“, so die beiden Mädchen.

Emma Fischer, Miriam Hörth und Martina Heidinger

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