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08.06.2010 - Ravensburg

»Ich freue mich, wenn sich Dinge positiv verändern«

Sven Lange, Fachlicher Geschäftsführer der Zieglerschen Behindertenhilfe, im Gespräch mit Petra Bühler, die bei der Heimaufsicht für die Einrichtungen der Zieglerschen zuständig ist


Im angeregten Gespräch: Petra Bühler von der Heimaufsicht und Sven Lange.

Ein »Gipfeltreffen« der besonderen Art veranstalteten dieser Tage Sven Lange, Fachlicher Geschäftsführer der Zieglerschen Behindertenhilfe, und Petra Bühler, die bei der Heimaufsicht für die Einrichtungen der Behindertenhilfe zuständig ist. Lesen Sie hier, worum es in dem angeregten Gespräch ging.

Frau Bühler, ich besuche Sie hier im Landratsamt. Wie ist die Heimaufsicht im Amt organisatorisch eingebettet?
Wir, das heißt zwei Ärzte, zwei externe Pflegefachkräfte und zwei Verwaltungsmitarbeiter, gehören zum Gesundheitsamt.

Wofür sind Sie zuständig?

Unsere Aufgabe ergibt sich aus dem Landesheimgesetz, wonach insbesondere die Würde, die Interessen und Bedürfnisse der Bewohner von Heimen zu schützen sind. Wir sehen uns als externes Instrument der Qualitätssicherung. Wir prüfen zum Beispiel die bauliche Qualität, die Personalausstattung, hygienische Gesichtspunkte, die hauswirtschaftliche Versorgung, die soziale Betreuung, Pflegedokumentation etc. etc. Unser Ansatz ist immer zunächst ein Beratungsansatz. Nur bei massiven Mängeln und/oder dauerhafter Nichteinhaltung relevanter Vorschriften werden rechtliche Maßnahmen ergriffen.

Sind die gesetzlichen Grundlagen zu hart gesteckt?
Nein, das finde ich nicht. Es gibt durchaus einen Ermessensspielraum, welchen wir auch nutzen.

Machen Sie Ihren Job gerne?
Ja, er ist sehr abwechslungsreich, man lernt jeden Tag Neues. Und ich freue mich, wenn unsere Beratung zur Verbesserung der Qualität in den Einrichtungen führt oder Mitarbeiter rückmelden, dass sich nach Begehungen Dinge positiv verändert haben.

Haben Sie schon mal in einer Behindertenhilfe-Einrichtung gearbeitet?
Nein, aber ich sehe dies nicht als Nachteil, da gerade die unterschiedlichen Sichtweisen zu einem besseren Ergebnis für alle Beteiligten beitragen.

Möchten Sie vielleicht mal einen Tag bei uns verbringen?
Ihr Angebot klingt verlockend, zumal die Kooperation mit der Behindertenhilfe inzwischen als
gut bezeichnet werden kann. Ich bitte aber um Verständnis, dass ich es aufgrund der damit verbundenen Interessenkollision nicht annehmen kann.

Vielen Dank für das Gespräch!

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