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28.07.2011 - Wilhelmsdorf

30 Jahre Betreuungsverein Wilhelmsdorf e.V.

Behindertenhilfe dankt Gotthold Keppler für 30 Jahre ehrenamtlichen Dienst


von links: Willi Hiesinger, Kaufmännischer Geschäftsführer der Behindertenhilfe dankt den Vorstandsmitgliedern des Betreuungsvereins Wilhelmsdorf e.V., Ernst Blickle, Gotthold Keppler und Kurt Lamprecht für ihren ehrenamtlichen Dienst. Auf dem Bild fehlt Gerhard Amend, der Nachfolger von Gotthold Keppler. (Foto: Annette Scherer)

Der Betreuungsverein Wilhelmsdorf e.V. kann in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiern. Gleichzeitig schied im Mai Gotthold Keppler nach 30-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit aus seinem Dienst aus. Gotthold Keppler war von Beginn an Mitglied im 5-köpfigen Vereinsvorstand. Als Anerkennung und Dankeschön für seinen Einsatz überreichte ihm Willi Hiesinger, Kaufmännischer Geschäftsführer der Zieglerschen Behindertenhilfe, einen Präsentkorb aus der unternehmenseigenen Bioland Rotach-Gärtnerei. Auch wenn die Bürokratie im Laufe der Jahre stark zugenommen habe, sei die Vereinsarbeit für ihn Lebensinhalt geworden, sagte Gotthold Keppler, der früher Lehrer am Knabeninstitut Wilhelmsdorf war. Eine positive gesellschaftliche Entwicklung in den vergangenen 30 Jahren sieht der heute 86-Jährige darin, dass Menschen mit Behinderung und ihre Fähigkeiten heute sehr viel mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit gelangt sind. Auch die Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung seien in vielen Bereichen verbessert worden- waren früher etwa noch Schlafsäle und später Mehrbettzimmer die Regel, sind heute Einzelzimmer der Standard. „Die Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung ist weit vorangekommen- rechtlich und auch persönlich ist der Blick nicht mehr defizitorientiert“, erklärte Vorstandsmitglied Ernst Blickle. Der Betreuungsverein Wilhelmsdorf e.V. wurde am 15. Mai 1981 unter dem Namen „Verein zur Übernahme von Vormund-, Pfleg- und Beistandschaften Wilhelmsdorf e.V. gegründet. Er hat heute 25 Mitglieder- fast alles Menschen, die nach ihrem altersbedingten Ausscheiden aus einem sozialen Beruf ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ehrenamtlich im Verein einbringen. Eine Betreuung nach dem Betreuungsgesetz ist erforderlich, wenn ein Volljähriger wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht in der Lage ist, seine persönlichen Angelegenheiten selbst zu regeln. Aufgabengebiete können beispielsweise sein: Gesundheits- und finanzielle Fragen, Schriftverkehr, Aufenthaltsbestimmung, Behördengänge, die Zustimmung zu ärztlichen Behandlungen sowie die Vertretung beim Abschluss eines Heimvertrags.

Annette Scherer

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