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Auszeichnung für starke Teams


Der Vorstandsvorsitzende der Zieglerschen, Prof. Dr. Harald Rau (links), zeichnete die besten Maßnahmen aus der Mitarbeiterbefragung aus: Claudia Apel, Sabine Ruthardt-Storz und – stellvertretend für Suzana Tica – Silvia Parusel-Emmendörfer (vordere Reihe von links) nahmen im Namen ihrer Teams die Preise entgegen. / Foto: Sarah Benkißer

Der Vorstand der Zieglerschen zeichnete Teams aus, die innovative und wirkungsvolle Maßnahmen aus den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung abgeleitet haben.

Es ist eine gute Sache, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter fragen, wie zufrieden sie mit ihrem Arbeitgeber sind. Noch besser ist es aber, wenn aus den Ergebnissen heraus auch tatsächlich Verbesserungen angestoßen werden. Die Zieglerschen wollten mit ihrer Mitarbeiterbefragung genau das erreichen – spürbare Verbesserungen für ihre ca. 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jedes einzelne Team war daher aufgerufen, für sich selbst Maßnahmen zu entwickeln. Denn die Bedürfnisse, Wünsche und Probleme der ganz unterschiedlichen Kollegenkreise an den etwa 60 Standorten des Unternehmens sind sehr individuell. Nun hat der Vorstand der Zieglerschen zusammen mit einer Jury, in der alle Unternehmensbereiche vertreten waren, drei Maßnahmen ausgezeichnet.

Teamgeist in der Altenhilfe
Der erste Preis ging an das Seniorenzentrum Aichwald der Zieglerschen Altenhilfe unter Hausleitung Suzana Tica. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sich eine bessere Gesundheitsförderung und –prävention gewünscht, um ihren körperlich und psychisch anspruchsvollen Arbeitsalltag in der Pflege besser bewältigen zu können. Gleich ein ganzes Bündel an Maßnahmen wurde in Aichwald umgesetzt: Das Team holte sich  mit der AOK und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zwei Kooperationspartner ins Haus. Es wurden Rückfit-Schulungen und Entspannungstherapien zum besseren Umgang mit Stress durchgeführt. Hinzukam eine differenzierte Befragung der Mitarbeiter zum Thema psychische Belastungen ebenso wie Tanz- und Yoga-Kurse.
Das überzeugte die Jury. „Mir ist bewusst, wie angespannt der Arbeitsalltag für unsere Mitarbeitenden in der Altenhilfe ist“, sagte Prof. Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen, bei der Preisverleihung. „Was ich so beeindruckend finde, ist, wie viel positives Feedback aus der Altenhilfe kommt. Der Teamzusammenhalt in unseren Seniorenzentren ist wirklich einzigartig.“
Und auch zwischen den einzelnen Standorten klappt die Zusammenarbeit offenbar gut: Da Hausleiterin Suzana Tica verhindert war, nahm Kollegin Silvia Parusel-Emmendörfer vom Seniorenzentrum Wilhelmsdorf stellvertretend für die Aichwalder den Preis – einen Gutschein für ein erlebnispädagogisches Teamtraining im Seilgarten „Tobel Ropes“ – entgegen.

Von Null auf 14. Wie wird daraus ein Team?
Wenn gleich 14 Mitarbeitende neu anfangen, muss sich ein Team erstmal finden. Braucht man dazu ein aufwändiges „Team-Building“ mit externen Beratern? Nein, fanden die Kolleginnen und Kollegen aus der Verteilerküche Ringgenhof rund um Sabine Ruthardt-Storz (Service GmbH). Manchmal sind die einfachsten Methoden die wirksamsten. Sich einfach mal außerhalb der Arbeitszeit zu treffen und gemeinsam etwas zu unternehmen zum Beispiel, kann den Zusammenhalt in einem Team richtig gut stärken. Dreimal schon haben sie eine gemeinsame Freizeitaktivität veranstaltet, waren kegeln, wandern und grillen. Eine zur „Eventmanagerin“ ernannte Kollegin koordiniert die gemeinsamen Unternehmungen. Dass das Team so viel mit so einfachen Mitteln bewirkt hat, beeindruckte die Jury und sie belohnte die Idee mit dem zweiten Preis – einem kreativen Teamcoaching in der Malwerkstatt der Zieglerschen. Sabine Ruthardt-Storz freute sich über die Auszeichnung und bekräftigte: „Ich kann stolz auf meine Mitarbeiter sein!“

Fast nie am selben Ort und doch ein Team
Der Teamzusammenhalt stand auch bei den ambulanten Diensten der Behindertenhilfe unter Leitung von Claudia Apel im Mittelpunkt. Ein Büro in Wilhelmsdorf, eines in Bad Saulgau, eins in Ravensburg und demnächst noch eins in Friedrichshafen, die meiste Zeit jedoch vor Ort bei den mittlerweile über fünfzig Kunden mit Behinderung – wie kann da ein Teamgefühl unter den Mitarbeitenden entstehen? Auch hier erwies sich eine einfache Maßnahme als die beste: Ein gemeinsamer Wanderausflug, ein Besuch im Kabarett und eine neu eingeführte regelmäßige „Befindlichkeitsrunde“ stärken das Gemeinschaftsgefühl. Die Jury zeichnete Claudia Apel und ihr Team dafür mit dem dritten Preis aus, einem 150-Euro-Gutschein für ein Team-Event. Claudia Apel freute sich riesig: „Als ich von dem Preis erfahren habe, dachte: Super, das ist der beste Preis! Denn es kommen bald vier neue Mitarbeiter bei uns dazu. Und in den Ambulanten Diensten ist es eine Herausforderung, sich überhaupt mal kennen zu lernen. Da können wir die 150 Euro super für eine gemeinsame Aktion einsetzen. Ich hab schon eine Rundmail an meine Mitarbeiter geschrieben mit der Bitte um Vorschläge.“

Starke Teams, starkes Unternehmen
Manuela Schwarz (Rechnungswesen) und Uschi Matt (Hör-Sprachzentrum) hatten als Mitglieder der Jury unter 12 eingereichten Maßnahmen die Qual der Wahl. „Was mich so begeistert hat, war, dass alle Maßnahmen immer für das ganze Team waren, dass immer der Zusammenhalt gefördert wurde. Das fand ich toll“, zog Manuela Schwarz begeistert Bilanz. Und Uschi Matt ergänzte: „Ich glaube, wir müssen die Teams stärken. Denn nur so können die Zieglerschen insgesamt stark sein.“