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18.04.2011

Von Altshausen auf den Kilimandscharo

Pensionärs- und Rentnernachmittag der Zieglerschen


Das Pensionärs- und Rentnertreffen kam bei den Gästen hervorragend an.

Vom oberschwäbischen Altshausen auf den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas, den mit 5.895 Metern höchsten freistehenden Berg der Welt, kann es nicht weit sein. Nicht an diesem entspannten Pensionärs- und Rentnernachmittag der Zieglerschen im Hör-Sprachzentrum Altshausen Denn Thomas Lämmle ist da. Lämmle, der zu Europas besten Alpinisten und Bergsteigern gehört, ist nicht nur professioneller Bergführer. Lämmle, Jahrgang 1965, ist auch Lehrer am Hör-Sprachzentrum Altshausen. Die rund 100 Rentner und Pensionäre begeistert er mit seinem lebendigen Vortrag und mit faszinierenden Bildern vom Kilimandscharo. Immer wieder erzählt er, dass er auch 70jährige mit auf den Berg nimmt, und dies so eindrücklich, dass manche ins Grübeln und ins Träumen kommen: wär das nicht auch was für mich? Aber Lämmle, der für den DAV-Summit-Club solche Extremtouren anbietet, geht nicht nur in Afrika auf die Berge. Auch im nahen Vorarlberg tut er das gern - und er nimmt dazu Schüler der sechsten Klasse des Hör-Sprachzentrums Altshausen mit. Jeder Sechstklässler, auch der Übergewichtige und Untrainierte, schafft dank Lämmle und seiner Motivationsarbeit den Aufstieg - und den Abstieg. Und zwar nicht auf irgendeinen der bekannten Berge in der Silvretta. Nein, es darf schon was Besonderes sein. Lämmle geht mit seinen Schülern von der Wiesbadener Hütte auf den 2.701 Meter hohen Piz 6R. Der heißt wirklich so und wurde von seinen Erstbesteigern, einer sechsten Klasse der Realschule des Hör-Sprachzentrums Altshausen, die dort oben ein Gipfelkreuz errichteten, so benannt. Der Piz 6R ist mittlerweile ein eingetragener Gipfel, er steht in Wanderkarten, man kann im Internet nach ihm googeln und findet gleich eine Route.

Zuvor hatte Joachim Sindermann, Rektor des Hör-Sprachzentrums Altshausen, die interessierten Rentner und Pensionäre zwar nicht auf den Berg, aber doch ein Stück in die Zukunft geführt und veranschaulicht, wie fortschrittlich in Altshausen Schule gedacht wird und was dort in den nächsten Jahren entstehen soll. Michael Martin, Kaufmännischer Geschäftsführer des Hör-Sprachzentrums, erläuterte die aktuellen Herausforderungen der Schulen. Prof. Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender der Zieglerschen, hatte für die Gäste den immer wieder gern gehörten Jahresrückblick vorbereitet. Im Galopp ging es Monat für Monat durch das vergangene Jahr. Die große Dynamik, mit der die Zieglerschen nach wie vor unterwegs sind, wurde anhand der vielen großen und kleinen Ereignisse deutlich.

Natürlich gehören zu einem Pensionärs- und Rentnernachmittag auch Kaffee und Kuchenbüffet - und etwas später auch Herzhaftes. An beidem ließ es die Küche des Hör-Sprachzentrums keineswegs fehlen. Ausführliche und intensive Gespräche an den Tischen zeigten, wie gerne sich die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Hilfearten hier trafen. Eine ganz besondere Gruppe sind übrigens jedes Jahr die Neuen. Sie standen bis vor kurzem noch im Berufsleben und dachten nicht einen Moment daran, einmal zu solch einer Veranstaltung zu gehen. Manche schauen noch ein bisschen unsicher, ob sie denn nun wirklich hier her gehören. Aber die Erfahrenen wissen, wie man die Hemmschwelle überwindet, und nach wenigen Minuten sind auch die „jungen Alten" ins Gespräch verwickelt.

Ein ganz besonderer Moment der Stille, der Besinnung und der Einkehr beim diesjährigen Rentner- und Pensionärstreffen war sicher die Andacht in der Evangelischen Kirchen in Altshausen, die von einer Gruppe Schüler und Religionslehrer vorbereitet worden war - nicht nur deswegen, weil man es wohl nicht alle Tage erlebt, dass eine katholische Ordensschwester von den Franziskanerinnen von Sießen an der Orgel einer evangelischen Kirche sitzt und gekonnt und hingebungsvoll ökumenische Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch begleitet.

Von der ganzen Veranstaltung waren die Gäste so angetan, dass sie den Nachmittag gerne noch ein bisschen in den Abend verlängerten. Im Jahr 2012 findet das Pensionärs- und Rentnertreffen wieder im Frühjahr statt. Rechtzeitige Einladung ergeht.

Christof Schrade

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