25.05.2011
„Ätsch, ich lebe noch"
Theater und Kunst zum Thema „Alter(n)" im Seniorenzentrum Wilhelmsdorf

Individualität bleibt im Alter erhalten, mit allem, was war und allem, was noch kommt: „Sie war immer schon ne einfache Frau und jetzt solls an der Demenz liegen, dass sie keine hochliterarischen Bücher liest."
Offen und ungeschminkt
Die Gäste lachten viel, aber die offene und ungeschminkte Darstellung von Realitäten durch die Schauspielerinnen rief auch Diskussionen hervor. „Manche Gäste waren betroffen, erkannten sich selbst wieder oder bekamen Verhaltensweisen ihrer eigenen Eltern vorgeführt. Für unsere Mitarbeiter war es interessant, aus dem Berufsalltag herauszukommen und dieser Art von Darstellung zu folgen", erzählt Silvia Parusel, Mitorganisatorin der Veranstaltung und Hausleiterin des Seniorenzentrums Wilhelmsdorf, die durch den Abend führte.
Kreativ und individuell
Kreativität und Individualität spiegeln auch die Werke der 158 Künstlerinnen und Künstler, die an der MailArt Aktion teilgenommen hatten. Die Aktion war vom Fachbereich Altenpflege der Gotthilf-Vöhringer-Schule (GVS) in Friedrichshafen, die zum Diakonischen Institut gehört und der „Internationalen Künstlerinitiative SPALTENSTEIN-PROJEKT" initiiert worden. Unter dem Titel: K(ALT)ER LIEBE(R) VERLETZT(ER) MENSCH setzten sich die Teilnehmer mit allen Facetten des Alter(n)s auseinander. Matthias Brugger von der GVS führte durch die Ausstellung, die noch bis 03.06.2011 im Seniorenzentrum Wilhelmsdorf angeschaut werden kann.
Nicola Philipp

Altenhilfe