14.12.2010
Wahrnehmen, Dasein und Begleiten
Ehrenamtliche für seelsorgerliche Besuchsdienste in Denkendorf geschult

Ehrenamtliche bilden sich in einer Schulungsreihe für seelsorgerlichen Besuchsdienst fort
Die Initiatoren Martin Allmendinger und Rolf Hartog, Diakone mit Besuchsdienstbeauftragung im Kirchenbezirk und im Evang. Krankenpflegeverein Esslingen-Stadtmitte so wie Karl Ernst Kreutter von der Zieglerschen Altenhilfe brachten ihre Erfahrungen aus einem landesweit beachteten Altenheimseelsorgeprojekt ein und führten diese Schulungsreihe durch.
Fürsorge und Autonomie
Durch praktische Fallbeispiele und theoretische Inputs gelang es, das Augenmerk auch auf die eigene Motivation, die Person und die Bedeutung der persönlichen Haltung des Besuchers zu richten und kritisch zu beleuchten.
Als besonders wertvoll erlebten die Teilnehmer - darunter erfreulicherweise auch einige Männer - die Betonung der christlichen Aspekte einer personzentrierten Haltung, die sich darum bemüht, trotz aller „Für- Sorge" auf die Autonomie und das Selbstbestimmungsrecht des Besuchten zu achten.
Die besonderen Herausforderungen der Besuchsdienste wurden beispielhaft an Hand von kurzen einfühlsamen Lehrfilmsequenzen mit ganz praktischen Tipps für die hilfreiche Kommunikation mit Demenzkranken verdeutlicht.
Sicherheit und Einfühlungsvermögen
Mehr Sicherheit und Einfühlungsvermögen für den Alltag als Besuchsdienstmitarbeiter zu gewinnen, das war das Ziel dieser kleinen Fortbildungsreihe. Dass es erreicht wurde, war die eindeutige Rückmeldung beim abschließenden feed-back.
Die Teilnehmer wurden zum Schluss dazu ermutigt, die vorhandenen Angebote für ihren nicht einfachen Dienst in Anspruch zu nehmen, in Form der Besuchsdienstbegleitung. Ihnen wurden empfohlen, wenn möglich auch auf die örtlichen Pfarrer zuzugehen, wenn Fragen aus dem seelsorgerlichen Besuchsdienst auftauchen.
Außerdem wiesen die Referenten auf die besonderen Angebote und Hilfestellungen der Altenheimseelsorge im Internet unter: www.seelsorge-im-alter.de hin.
Der Wunsch vieler Teilnehmer nach einer Fortsetzung der Schulung wird wohl nicht ungehört bleiben.
Karl Ernst Kreutter

Altenhilfe