Titelbild

29.06.2010 - Wilhelmsdorf

Radfahrergottesdienst auf dem Höchsten


Gut gefüllt war die Kapelle auf dem Höchsten am vergangenen Sonntag. Nicht mit Kirchenbesuchern in Anzug und Krawatte, sondern größten Teils in Radfahrer-Outlook. Zu einem ersten Radgottesdienst hatten die Zieglerschen gemeinsam mit dem Förderkreis der Suchtkrankenhilfen eingeladen. Wer an dem Morgen von Wilhelmsdorf zum Höchsten mit dem Auto unterwegs war, wunderte sich über die Radfahrergruppen, die über Zussdorf und Latten scheinbar mühelos die Strecke zum Höchsten zurücklegten. Unterwegs war jung und alt. Auf dem Höchsten begann nach einer kurzen Verschnaufspause der einstündige Gottesdienst. Franz Mayer, Vorstand des Fördervereins der Suchtkrankenhilfe begrüßte die Gäste und erklärte die Absicht des Gottesdienstes: es ist ein besonderer Gottesdienst aus einer ganzen Reihe von Veranstaltungen in der Kapelle auf dem Höchsten und dem Titel "Höchste Kunst". Nach dem Wegzug der Fachklinik Höchsten wolle man so die Nutzung der Kapelle fördern. Auch Pfr. Heiko Bräuning begrüßte die Gäste, und lud sie zunächst ein, neue Energie zu tanken durch eine "Freirunde" Traubenzucker. Der Profipianist Michael Schlierf nahm auf eine musikalische Reise am Flügel mit, indem er dem begeisterten Publikum zeigte, wie man den Choral "Lobet den Herren den mächtigen König der Ehren" sowohl in China, Russland, Argentinien, Afrika usw. spielte. Ein Meister auf den Tasten! Horst Pfefferle, Sporttherapeut und Sportlehrer ging in seinem eindrucksvollen Predigtteil in einem modernen Gleichnis auf das Thema "Windschatten" ein. Er ermutigte die Gottesdienstbesucher, entweder selber anderen Menschen in ihrem Windschatten Begleitung zu gewähren, oder sich selbst in den Windschatten eines anderen zu begeben. Dieses Bild für Gemeinschaft und gegenseitiges zur Hilfe werden empfanden die Besucher als sehr praxisnah und verständlich. Ein junges Musikteam der Brüdergemeinde unter der Leitung von Nathanael Pfefferle fügte dem Gottesdienst eine besondere Nuance bei durch drei neuere Kirchenlieder, die den Predigtteil von Horst Pfefferle ergänzten. Pfr. Heiko Bräuning ging in seinem Predigtteil auf die Forderung Jesu ein, nachdem Christen andere Menschen nicht nur eine Meile weit, sondern zwei Meilen weit begleiten sollten. So würden Christen andere Menschen possitiv überraschen, indem sie zu verlässlichen Wegbegleitern und Wegbereitern würden. Zum Schluß des Gottesdienstes gab es noch eine Erfrischung, um gut gestärkt an Leib, Seele und Geist die Heimreise anzutreten. Laut Franz Mayer ist geplant, einmal jährlich solch einen Fahradgottesdienst auf dem Höchsten durchzuführen. Man sei ermutigt durch den großartigen Zuspruch.

Heiko Bräuning

Zurück