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08.11.2007

Mit dem Psalm in der Hand durch Wilhelmsdorf


Sieben markante Gebäude in Wilhelmsdorf, dem „Dorf der Diakonie“, haben nicht gerade alltägliche Namen. „Schatten“ heißen sie, „Schirm“, „Hoffnung“ und „Zuflucht“. Wieso heißt ein Haus, in dem Menschen mit geistiger Behinderung wohnen, ausgerechnet „Schatten“?
Immer wieder fragen Besucher danach und auch viele Mitarbeiter der diakonischen Einrichtungen wissen es nicht. Jetzt ist die Antwort ganz leicht: anlässlich des 100. Todestags ihres Namensgeber Johannes Ziegler haben die Zieglerschen Anstalten einen ganz ungewöhnlichen, handlich gefalteten und liebevoll illustrierten Ortsplan herausgebracht, der diese Frage und einige mehr beantwortet. Benannt sind die Häuser nach den Anfangszeilen des Psalms 91, der für Johannes Ziegler und für die diakonischen Einrichtungen im Ort eine ganz zentrale Bedeutung hat. Mit dem „Wilhelmsdorfer Psalmenspaziergang“ in der Hand kann man auf einer etwa halbstündigen Tour zu Fuß durch den Ort einiges über „Schirm“ und „Höchsten“ und andere Häuser erfahren. Der Ortsplan selber wurde eigens von Karlheinz Brecheis gezeichnet. Brecheis gehört zu den bedeutenden und bekannten Vertretern der bundesdeutschen Cartoonisten-Szene.
Der „Wilhelmsdorfer Psalmenspaziergang“ kann bezogen werden bei: Zieglersche Anstalten, Stefanie Heier, Telefon (0 75 03) 929-259, heiers@zieglerscheanstalten.de

Christof Schrade

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