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01.12.2010

Zieglersche wählen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden


Neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Zieglerschen: Oberkirchenrat Werner Baur
Foto: Jürgen Schmale

Oberkirchenrat Werner Baur, 58, ist von der Mitgliederversammlung der Zieglerschen am ersten Adventswochenende einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt worden. Baur folgt damit auf Walter Hofmann, 72, der 18 Jahre lang an der Spitze des Aufsichtsgremiums stand. Werner Baur, verheiratet und Vater von drei Kindern, ist seit 1996 Mitglied der evangelischen Landessynode und seit 1998 Leiter des Dezernats „Kirche und Bildung". Zuvor war er Lehrer an der freien Evangelischen Schule in Reutlingen, wurde er Schulleiter in Mössingen-Talheim und Schulreferent beim Oberschulamt Tübingen. Im staatlichen Seminar für Schulausbildung in Sindelfingen war er in der Lehrerausbildung tätig. Baur, seit vier Jahren Mitglied des Aufsichtsrats der Zieglerschen war einziger Kandidat. In seiner Arbeit als Oberkirchenrat erlebe er täglich, dass Bildung und Soziales aufs Engste verflochten seien, genau wie in der Arbeit der Zieglerschen. Er werde auch als Aufsichtsratsvorsitzender ein Lernender bleiben, versprach Baur. Als Mitglied der Kirchenleitung mahnte er: „wir können uns keine Gräben mehr leisten zwischen Kirche und Diakonie".
Er freue sich auf sein neues Amt und werde „Schatzsucher im Kontext der Diakonie" sein. Er wolle in seiner Arbeit nicht an den Defiziten, sondern an den Ressourcen und Stärken der Zieglerschen ansetzen. Nach seiner Wahl durch die Mitgliederversammlung wurde Baur in einem Festgottesdienst im Wilhelmsdorfer Betsaal feierlich in sein Amt eingesegnet. Prälatin Gabriele Wulz und Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, verpflichteten ihn auf sein Ehrenamt. Beide, Wulz und Kaufmann, sind wie Baur Mitglieder des Oberkirchenrats und damit der Kirchenleitung der württembergischen Landeskirche. Beim anschließenden adventlichen Empfang im Wilhelmsdorfer Bürgersaal nannte Baur es ein wichtiges Signal der Verbindung zwischen Kirche und Diakonie, dass die Kirchenleitung am heutigen Tag „so hoch vertreten" sei.

Christof Schrade

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