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22.02.2010

Neues aus der Johannes-Ziegler-Stiftung


Insgesamt 25.000 Euro kann die Johannes-Ziegler-Stiftung schon im ersten vollen Geschäftsjahr ausschütten. Damit fördert sie in diesem Jahr Projekte der Zieglerschen und ihrer Tochtergesellschaften. Wo die Stiftung schon jetzt aktiv ist, erfuhren die Mitglieder der Stifterversammlung und des Stiftungsrats in ihren ersten Sitzungen nach der Gründung gleich vor Ort: die Stiftung hatte ihre Gremien in die Ravensburger Vesperkirche eingeladen.

 

Die Vesperkirche, von Anfang an ein gemeinsames Projekt der Zieglerschen und des Diakonischen Werks des Kirchenbezirks Ravensburg, empfing die Mitglieder der Stiftungsgremien an einem Samstagmittag wie alle anderen Gäste auch: mit persönlicher Begrüßung, einer ruhigen Atmosphäre trotz großen Andrangs, einem einfachen und schmackhaften Mittagessen. Die Stifterinnnen und Stifter verteilten sich an den Tischen im Kirchenschiff, um mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen – und waren zu Anfang ihrer Sitzung, die in einer Seitenkapelle der Ravensburger Stadtkirche stattfand, ganz erfüllt von den Geschichten und Lebensschicksalen, die sie bei Linsen, Spätzle und Saitenwurst erfahren hatten.

Die Gremien bestätigten den Kurs der Stiftung, von Anfang an eine große Zahl verschiedener Projekte zu fördern, und dabei in Kauf zu nehmen, dass die einzelnen Fördersummen noch bescheiden waren. Aber die Stiftung will gemäß ihrer Satzung „nahe bei den Zieglerschen“ sein – und diese haben eben zahlreiche Aufgaben in ganz verschiedenen Arbeitsfeldern. Derzeit liegt allerdings der Schwerpunkt in der Förderung von Kindern und Jugendlichen. So fördert die Stiftung ein Kind mit geistiger Behinderung und Hör-Sprachbehinderung, für dessen Beschulung die öffentliche Hand so lange nicht aufkommen konnte, so lange seine Familie keinen anerkannten Flüchtlingsstatus hatte. Sie hilft bei Klassenfahrten, damit auch Kinder aus armen Familien zusammen mit ihren Schulkameraden wegfahren können. Sie trägt dazu bei, dass die beliebten Ferienfreizeiten auf dem Gelände des Hör-Sprachzentrums Altshausen für Kinder aus einkommensschwachen Familien der Region weiter angeboten werden können. Dank einer großzügigen Spende (wir berichteten) kann die Stiftung allerdings auch alte Menschen unterstützen, oder kann in den Suchthilfen beim Bau der Kapelle der neuen Klinik in Bad Saulgau helfen. Insgesamt zehn Projekte unterstützt die Stiftung so bereits im ersten Jahr.

Hauptziel der Stiftung ist es nun, weitere Zustifter zu gewinnen, die das Kapital vergrößern, so dass die Erträge aus diesem Kapital steigen. Nur aus den Erträgen dürfen Stiftungen fördern, das Kapital muss unangetastet bleiben. Mit rund einer dreiviertel Million Euro ist die Stiftung im vergangenen September gestartet. Das ehrgeizige Ziel, in fünf Jahren fünf Millionen zusammenzubekommen, bleibt.

Christof Schrade

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Weitere Informationen zur Stiftung erhalten Sie hier: www.johannes-ziegler-stiftung.de