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17.12.2010

Gotthilf-Vöhringer-Schule ab 2011 unter dem Dach des Diakonischen Instituts

Zwei große Bildungsanbieter der württembergischen Diakonie fusionieren


Wilhelmsdorf / Dornstadt - Mit dem Diakonischen Institut (DI) und der Gotthilf-Vöhringer-Schule fusionieren zum neuen Jahr zwei große Bildungsträger in der württembergischen Diakonie. Die Aufsichtsgremien beider Träger haben der Verschmelzung ihrer Bildungsunternehmen zugestimmt. Gemeinsam bieten sie künftig neun Ausbildungsgänge für soziale und Gesundheitsberufe an.

Die Gotthilf-Vöhringer-Schule (GVS), bisher eine gemeinsame Tochtergesellschaft der zwei südwürttembergischen Diakonieunternehmen „Die Zieglerschen" und „Mariaberg", führt ihre Arbeit künftig unter dem Dach des Diakonischen Instituts fort. Die bisherigen Träger werden Gesellschafter beim DI. Das Diakonische Institut bringt fünfzehn Schulen an elf Standorten mit derzeit knapp 1.400 Schülerinnen und Schülern in das gemeinsame Unternehmen ein. Neun Schulen an vier Standorten mit mehr als 600 Schülern kommen von der GVS. Das Diakonische Institut ist darüber hinaus landesweit für sein differenziertes Angebot der Fort- und Weiterbildung bekannt. Damit ist das neue Diakonische Institut künftig flächendeckend in Württemberg präsent: von Friedrichshafen am Bodensee bis Schwäbisch Hall und von Dornstadt bei Ulm bis Calw im Schwarzwald.

Gesellschafter des Diakonischen Instituts sind das Diakonische Werk und acht der großen Diakonie-Unternehmen in Württemberg: die Evangelische Heimstiftung, die Dienste für Menschen, die Samariterstiftung Nürtingen, die Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal und die Wilhelmshilfe Göppingen. Den Aufsichtsrat des Diakonischen Instituts leitet Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der Bruderhausdiakonie Reutlingen, die ebenfalls zu den Gesellschaftern gehört. Mit den Zieglerschen und Mariaberg kommen nun zwei diakonische Träger hinzu, die vor allem in Südwürttemberg tätig sind. Der Vorteil einer so großen Zahl von Gesellschaftern liegt aus Sicht des Diakonischen Instituts klar auf der Hand: die Schülerinnen und Schüler haben eine immense Auswahl an Möglichkeiten, um den praktischen Teil ihrer Ausbildung zu absolvieren. Und: zusammengezählt bieten die Träger knapp 20.000 Arbeitsplätze in Württemberg. Angeboten werden künftig folgende Ausbildungen: Altenpflege und Altenpflegehilfe, Heilerziehungspflege und Heilerziehungshilfe, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Arbeitserziehung und Heilpädagogik. Bundesweit einmalig sind die beiden Ausbildungsgänge Arbeitserziehung und Heilerziehungspflege für hörgeschädigte Menschen.

Geschäftsführer Peter King vom Diakonischen Institut und sein Kollege Ernst Melzer von der Gotthilf-Vöhringer-Schule, die künftig gemeinsam das neue Bildungsunternehmen leiten werden, sehen durch die Fusion die bisherige Politik beider Träger bestätigt: Zentral für alle Schulen und Standorte ist auch künftig die sehr enge Verbindung von Theorie und Praxis. Unter dem gemeinsamen Dach können die Schulen noch stärker von einander lernen und noch besser die hohen Synergiepotentiale nutzen. Damit sehen sich das neue Diakonische Institut und seine Träger gut aufgestellt angesichts des drohenden Fachkräftemangels in vielen sozialen Berufen.

Christof Schrade

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